Hude/Landkreis - Eine besondere Verleihung hat es am Mittwochabend in Hude gegeben: Erstmals wurden im Landkreis Oldenburg „Grüne Hausnummern“ an Gebäudeeigentümer, die energieeffizient gebaut oder saniert haben, verliehen. Landrat Carsten Harings und Gerhard Krenz von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen überreichten 18 grüne Plaketten an Hauseigentümer aus dem Landkreis.

Krenz hob das Engagement der Bauherren hervor: „Sie haben mehr gemacht als der Gesetzgeber verlangt“, sagte er. Und dadurch einen Beitrag für den Klimaschutz und die Zukunft geleistet.

Im Februar hatte der Landkreis in einer Auftaktveranstaltung in Hundsmühlen dazu aufgerufen, sich für die Auszeichnung zu bewerben und bis Mitte Juni seien 22 Bewerbungen eingegangen, berichtete Manuela Schöne, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises. Nach den Bewertungskriterien der Klimaschutz- und Energieagentur seien 18 geeignete Projekte für die „Grüne Hausnummer“ ausgewählt worden, so Schöne.

Verliehen wurden die „Grünen Hausnummern“ im Nordenholzer Hof in Hude. Der Ort sei bewusst ausgesucht worden, erklärte Landrat Harings. Denn das sanierte Bauernhaus von 1828 beinhalte vieles, das auch bei dem Projekt entscheidend sei, wie zum Beispiel die Wiederverwertung von Baustoffen.

Während der Verleihung stellten zudem zwei Bauherren aus dem Landkreis ihre energieeffizienten Gebäude vor: Siegfried Preuß aus Ganderkesee hat im Ort ein Passivhaus gebaut, dass unabhängig von Energieträgern auskomme. Seine einzigen Energiequellen seien die Sonne und der Regen, erklärte Preuß. Ein zweites Projekt präsentierte Peter Volbers. Er hat ein altes Gewächshaus gekauft, dieses in Groß Ippener wieder aufgebaut und darin sein Haus errichtet – ebenfalls als Passivhaus.

Gespräche für eine zweite Bewerbungsrunde für die „Grüne Hausnummer“ würden derzeit zwischen dem Landkreis und der Klimaschutz- und Energieagentur laufen, berichtet Schöne. Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres soll diese beginnen.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland