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Naturklassenzimmer In Hude Wenn der Unterricht draußen stattfindet


Auf der Suche nach den richtigen Plätzen für die neuen Nistkästen: Uwe Tönjes (2.  von links), Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Hude, und AG-Lehrer Daniel Diemer (rechts)  sind mit den Schülern auf dem Schulgelände unterwegs.



Arne Jürgens

Auf der Suche nach den richtigen Plätzen für die neuen Nistkästen: Uwe Tönjes (2. von links), Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Hude, und AG-Lehrer Daniel Diemer (rechts) sind mit den Schülern auf dem Schulgelände unterwegs.

Arne Jürgens

Hude - Einen kleinen Wall klettern die Schülerinnen und Schüler herauf. In ihren Händen tragen sie Nistkästen. Auf der Suche nach den richtigen Brutplätzen müssen sie auch an die etwas unzugänglichen Stellen gelangen. Mit ihnen auf dem Gelände der Peter-Ustinov-Schule unterwegs sind Lehrer Daniel Diemer und Uwe Tönjes, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Hude. „Jede Vogelart und jede Fledermaus hat ihre eigenen Vorlieben. Deshalb müssen wir jeweils die richtigen Plätze für die Nistkästen finden“, erklärt Tönjes den sieben Schülern, die sich weiter in den anliegenden Wald begeben.

Mit dieser Aktion unterstützt der Nabu Hude die AG „Möbelbau/Naturklassenzimmer“, die für die Jahrgänge sechs bis zehn angeboten wird. Die Schülerinnen und Schüler nutzen das komplette Gelände rund um die Peter-Ustinov-Schule, um Einblicke in die Natur zu erhalten. „Es geht um die richtige Wahrnehmung des Geländes, deshalb wir es aktiv erkundet“, erklärt Lehrer Daniel Diemer. Zudem würden die Schüler in der AG „nachhaltige Gegenstände“ herstellen wie Apfelhäuschen, die als Futterplatz für Vögel dienen.

Ein guter Platz für Nistkästen

Inzwischen ist die Gruppe bei einer alten Buche angelangt. „Hier könnte ein guter Ort für einen Nistkasten sein“, sagt Tönjes. Direkt daneben haben die Schüler bereits eine Wallhecke angelegt. „Darin können Igel wohnen, zudem dient er als natürlicher Windschutz“, sagt Schüler Thorge Rebers. Gemeinsam mit den anderen AG-Mitgliedern hatte er Bäume beschnitten und totes Holz sowie Laub vom Waldboden gesammelt, um die Wallhecke aufschichten zu können und diese zu verdichten. Draußen soll ein „Naturklassenzimmer“ entstehen, deshalb entwickeln Rebers und seine Mitschüler aktuell Ideen, wie man aus Naturmaterialien die notwendigen Gegenstände herstellen kann.

Warum es überhaupt notwendig ist, Nistkästen aufzuhängen, erklärt Tönjes seinen Zuhörern. „Es gibt immer weniger natürliche Höhlen, die sich zum Beispiel bilden, wenn Bäume umfallen. Diese werden weggeräumt, anstatt die Natur so zu belassen“, sagt der Nabu-Aktivist. Mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung wurden nun 15 Holzbeton-Nistkästen verschiedener Art angeschafft, die auf dem Schulgelände verteilt werden. „Wir betreuen in der Umgebung insgesamt 200 bis 300 solcher Kästen“, meint Tönjes. Die Unterstützung der AG „Naturklassenzimmer“ ist ein Teil dieser Aktionen.

Verbindung mit Natur aufbauen

Für die Reinigung der Nistkästen sind später ebenfalls die Schüler zuständig. „Unser Nachwuchs soll etwas mit der Natur anfangen können. Wenn die Tiere in ihren Kästen nisten, können die Kinder eine Verbindung zu ihnen aufbauen“, sagt Tönjes. Viele Vögel wie beispielsweise Meisen bekämen bereits Frühlingsgefühle und würden sich auf die Suche nach passenden Nistplätzen begeben. Auf dem Schulgelände in Hude können sie nun fündig werden.

Arne Jürgens
Arne Jürgens Redaktion Bad Zwischenahn
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