HUDE - Mit Unverständnis reagiert Bürgermeister Axel Jahnz auf die Entscheidung des Kreis-Schulausschusses, nicht vor dem 31. Mai über die Einführung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude entscheiden zu wollen. „Diese Abwehrhaltung ist unfassbar. Es kann nicht sein, dass eine Chance, die Schullandschaft zu verbessern, vertan wird“, so Jahnz.

Die Beschlusslage der Gemeinde sei klar: „Wir wollen die Oberschule mit Gymnasialangebot zum 1. August 2011. Diesen Weg werden wir weiter gehen“, sagte Jahnz. Dafür muss bis Ende Mai ein Antrag an die Landesschulbehörde gestellt werden. Jahnz forderte den Landkreis auf, eng mit der Gemeinde zu kooperieren und eine Sondersitzung einzuberufen, sobald im März die gesetzlichen Grundlagen vorliegen. Die Gemeinde ihrerseits werde in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde dann umgehend eine Informationsveranstaltung in der Peter-Ustinov-Schule anbieten.

Hudes Bürgermeister wandte sich gegen die „emotionale Debatte“ im Zusammenhang mit der Graf-Anton-Günther-Schule: „Das Gymnasium steht nicht vor der Schließung, wenn pro Jahrgang ein paar Huder Schüler weniger dorthin gehen.“

Nach Angaben der Kreisverwaltung besuchen aus der Gemeinde Hude im Schnitt 46 Schüler mit Gymnasialempfehlung pro Jahr das GAG.

Unterdessen hat die Huder SPD-Fraktion die kurzfristige Einberufung des Schulausschusses der Gemeinde beantragt. Ein Thema, so Fraktionschef Heiko Aschenbeck, soll die Trägerschaft einer zukünftigen Oberschule sein. „Zu unserer Überraschung hat Landrat Frank Eger in der Kreis-Schulausschusssitzung darüber informiert, dass bei einer Einführung einer Oberschule in der Gemeinde Hude der Landkreis Schulträger ist“, erläuterte Aschenbeck. Um schnellstmöglich Entscheidungen treffen zu können, sei als Voraussetzung für eine Neuordnung der Trägerschaft die Kostenregelung zu analysieren.

Eger hat außerdem berichtet, dass die Gemeinde Hatten aus Sorge um die Existenz des GAG in einem Schreiben ihre Bedenken gegen Einführung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude deutlich gemacht hat. Die Huder SPD hält es für erforderlich, dass Gespräche mit Hatten und auch mit der Gemeinde Wardenburg geführt werden, um die Bedenken zu entkräften.

Die SPD unterstütze den Vorschlag des Landrats, Informationsveranstaltungen und – analog zur Einführung von Gesamtschulen – Elternbefragungen vorzunehmen, betonte Aschenbeck.