HUDE - HUDE/LD - Zu Gast in der Gemeinde Hude war dieser Tage der Europaabgeordnete Matthias Groote aus Emden, der seit Oktober 2005 in Straßburg und Brüssel die Interessen der Region Weser-Ems vertritt. Da Groote ständiges Mitglied des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit ist, waren Umweltthemen von besonderem Interesse. Daneben arbeitet der SPD-Abgeordnete noch im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie.

In Hude traf Groote Bürgermeister Axel Jahnz sowie Professor Dr. Manfred Weisensee und Diplom-Geograf Hans-Peter Ratzke von der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Den Schwerpunkt hierbei bildete die Vorstellung des Hochwasser-Risikomanagementsystems, das an der Drewenz in Polen gemeinsam von Hude, der Partnerstadt Nowe Miasto Lubawskie und der Fachhochschule aufgebaut wird. Nowe Miasto liegt an der Drewenz und ist immer wieder von Hochwassern betroffen.

In mehreren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres 2006 geförderten Workshops wurde unter Einbeziehung von zwei polnischen Universitäten sowie verschiedener Kommunen, kommunaler Verbände und der zuständigen Wasserwirtschaftsverbände die gemeinsame Basis für einen umfangreichen Antrag gelegt, mit dem die Erstellung des Hochwasser- Risikomanagementsystems für das gesamte Flusssystem der Drewenz aus EU-Mitteln finanziert werden soll. In dieses Projekt werden von der Fachhochschule die Kompetenzen aus den Bereichen Geoinformatik und Wasserbau einfließen. Auf der Basis dieser Kompetenzen und den gemeinsam mit den von den polnischen Projektpartnern ermittelten Daten und Informationen zur Hydrologie, Geologie, Meteorologie und der Raumordnung wird ein digitales System erstellt, mit dem die Auswirkungen von Naturereignissen (Starkregen, Schneeschmelze) sowie von Baumaßnahmen auf den Wasserhaushalt der Drewenz am Computer simuliert werden

können. Hiermit können in der Zukunft Schäden durch Hochwasser vermieden, zumindest jedoch erheblich vermindert werden.

Da das Thema Hochwasser im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union einen wesentlichen Punkt zukünftiger Förderaktivitäten darstellt, sieht Groote gute Möglichkeiten für eine Finanzierung des Projektes aus EU-Mitteln. Er sagte die Unterstützung zu.