HUDE - Ruhig war es am Freitagmorgen im Musikraum der Außenstelle Hohelucht der Peter-Ustinov-Schule. Ausnahmsweise, denn wo sonst Schlagzeug oder laute Stimmen erklingen, wurde gelesen. Und zwar um die beste Vorleserin oder den besten Vorleser. Leonie Woyke und Steven Drieling konnten den Wettbewerb nach zwei Runden für sich entscheiden. Sie fahren nun Anfang des nächsten Jahres zum Kreisentscheid.

Ausgelobt wurde der Vorlesewettbewerb, an dem alle Schüler der sechsten Klassen teilnahmen, vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Nach dem Vorentscheid in den einzelnen Klassen trafen sich Janine van Laaten, Devon Ziegler, Sebastian Schenk, Lara-Larissa Graue, Jennifer Warrelmann, Marvin Kühn, Leonie Woyke, Natascha Richenberg, Maurice Schwital, Steven Drieling und Nicole Radzanowski am Freitagmorgen im Musikraum, um die Schulsieger der Real- und Hauptschule zu ermitteln.

Vorgelesen wurde aus einem Buch der eigenen Wahl. Die elfjährige Nicole hatte sich Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ ausgesucht, weil es ein schönes Kinderbuch und dazu noch ihr Lieblingsbuch ist. Janine (12) las aus „Mitternachtsreiter“ von Krista Ruepp. Ihre Begründung: „Ich mag Pferde gern, und das Buch hat viel mit Pferden zu tun.“

In der zweiten Runde ging es dann darum, einen unbekannten Text zu lesen. Leonie (12), Steven (13), Nicole (11) und Maurice (13) versuchten sich an den Lesebuchtexten „Der Brief“ von Susanne Kilian und „Morgens zwischen sieben und acht“ von Erika Krause-Gebauer. Nach der kurzen Beratung der Jury stand fest, Leonie ist die beste Leserin der Realschüler, Steven der beste Leser der Hauptschüler.

Bewertet wurden die Schüler von Gertrud Köbsch (Schulleiterin der Peter-Ustinov-Schule), Rita Claußen (Leiterin der Bücherei Wüsting), Gisela Schiffler (Betreuungskraft in der Bibliothek), Maria Christ-Köchy (Elternvertreterin der Fachkonferenz Deutsch) und Hermine Glinkowski (Schulsekretärin).

Der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr bereits in die 48 Runde. Gertrud Köbsch saß schon einige Male in der Jury. Sie empfiehlt Eltern, ihren Kindern so früh wie möglich vorzulesen und sie an Bücher und Zeitungen heranzuführen. „Lesen ist eine Grundvoraussetzung, um zum Beispiel Textaufgaben in Mathe zu lösen.“