HUDE - Hude sagt offiziell „Ja“ zur Oberschule: Am Donnerstag stimmten die Ratsmitglieder der Gemeinde mehrheitlich dafür, zum 1. August 2011 die Umwandlung der Peter-Ustinov-Schule in eine Oberschule mit gymnasialem Zweig bei der Landesschulbehörde zu beantragen. Drei Abgeordnete – darunter die Grünen-Fraktion – votierten dagegen, drei enthielten sich.

Letztlich müsse auch der Kreis grünes Licht für die Huder Oberschule geben, sagte Bürgermeister Axel Jahnz. „Aber ohne Signalwirkung von uns wird nichts passieren, dann wäre es sinnlos“, appellierte er an die Ratsmitglieder, der Vorlage zuzustimmen. Dem folgte der Großteil der Abgeordneten. Tenor: Mit der Oberschule könne man mehr Schülern zu besseren Abschlüssen verhelfen, nicht zu vergessen die kurzen Wege. „Auf der Peter-Ustinov-Schule werden etliche Schüler beschult, die eine Gymnasialempfehlung haben, denen aber der Schritt nach Oldenburg zu groß ist“, sagte FDP-Fraktionsvize Oliver Gall. CDU-Fraktionschef Horst Linnemann betonte, die Oberschule „kann nur eine qualitative, gute Entwicklung für Hude sein“. Die Sozialdemokraten hätten zwar eine Gesamtschule favorisiert, so SPD-Fraktionschef Heiko Aschenbeck. „Aber im Ergebnis stimmen wir zu.“ Auch der fraktionslose Jörg Kreusel gab sein Votum für die Oberschule ab. Kritik an der Herangehensweise gab es vor allem von den Grünen. „Alles wird im Grunde über den Daumen gepeilt“, bemängelte Ratsherr Michael Grashorn das aus seiner Sicht überstürzte Prozedere. Man kratze „fachlich an der Oberfläche“.

Nicht abgestimmt hat am Donnerstag Nico Rettcher (SPD): Er war in seiner Funktion als Rektor der Peter-Ustinov-Schule vor Ort und stand den Ratsmitgliedern in der Beratung noch einmal Rede und Antwort.