HUDE - „Der Kopf, der ist aus Gummi und wackelt hin und her, als ob darin kein einz’ger Knochen wär’, wir sind aus weichem Gummi und tanzen einen Flummi“, singt Thorsten Vogelsang vor, und Jannis, Jonas, Jette, Chiara und Ines stimmen begeistert ins „Flummi-Lied“ ein. Gleichzeitig hüpfen der Diplom-Sportlehrer und die Kinder wie Gummibälle im Bewegungsraum des Huder Kindergartens „Gänseblümchen“ umher. Auf solche und andere Spiele wie zum Beispiel den Stopptanz oder das Nachmachen von tierischen Bewegungen können sich die Kinder jetzt regelmäßig freuen: Bis zum Sommer wird jede Kindergarten-Gruppe vier Wochen lang am vom Huder Präventionsrat initiierten Projekt „Fitter Freitag“ teilnehmen (die NWZ berichtete).
Der Auftakt verlief am Freitag vielversprechend. „Es hat wunderbar geklappt“, lobte Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit den Einsatz des vierköpfigen Dozententeams. Während Thorsten Vogelsang die Kinder gemeinsam mit Michael Hartleib vom Turnverein Hude im Bewegungsraum auf Trab bringt, lernen sie im Raum gegenüber unter der Anleitung von Elke Mund auf spielerische Art ihren Körper kennen. Dazu hat sich die Diplom-Psychologin mit der Handpuppe „Fritz“ eine Verstärkung mitgebracht, die allen Kindern auf Anhieb gefällt.
Spannend geht’s im Raum von Ernährungsberaterin Nicole Leopold zu: Sie verbindet den Kindern mit Tüchern die Augen und lässt sie Obst und Gemüse durch Fühlen und Schmecken erkennen. Bei Gurken und Möhren sind sich alle sofort sicher. Als Nicole Leopold Mangos verteilt, sind die Kinder zunächst ratlos. „Schmeckt aber gut, meine Oma hat so etwas auch schon gekauft“, weiß Erik. Auch das Trinken sei wichtig, betont die Ernährungsberaterin: „Eine Flasche, am besten Wasser, solltet ihr am Tag schaffen.“
Auch Naschen ist bei Nicole Leopold erlaubt – aber in Maßen: Die Kinder dürfen Schokoladenbonbons langsam aus dem Papier auspacken und vorsichtig an einer Ecke lutschen – und den Unterschied zum Tempo begreifen, in dem sie normalerweise Süßes vertilgen. Die Kinder sollen lernen, „langsam und bewusst zu genießen.“
Die Ernährungsberaterin ermuntert die Steppkes, viel Obst und Gemüse zu essen – „das gibt euch Kraft, damit ihr gesund bleibt.“ Apropos Gesundheit: Dass gleich zehn Kinder aus der Gruppe zum Auftakt des „fitten Freitags“ krank zu Hause bleiben mussten, war der einzige Wermutstropfen. Die Versorgung mit Vitaminen kann also noch verbessert werden.
