HUDE - „Nein, Frau Walk. Wir lassen dich nicht gehn“, sang die Klasse 4b zur Verabschiedung von Mechthild Walk, Rektorin der Grundschule Süd, die am Ende des Schuljahres in den Ruhestand geht.
Aber nicht nur den Schülern der 4b viel es schwer, die 64-Jährige gehen zu lassen. Am Montag versammelten sich das Kollegium, die Schüler, Eltern, Großeltern, Vertreter des Elternrates und der übrigen Schulen der Gemeinde, des Fördervereins, der Landesschulbehörde sowie der Kindergärten aus der Gemeinde in der Grundschule Hude-Süd zur offiziellen Verabschiedung Walks.
Das Grußwort übernahm Marlene Holst, die ab dem 1. August kommissarisch den Platz von Walk einnehmen wird. „Eine Ära geht zur Ende. Fast 30 Jahre lang hat Mechthild Walk die Grundschule geleitet“, sagte Holst. Klaus Kapell als Vertreter der Landesschulbehörde bedankte sich bei Walk für die gemeinsamen Jahre: „Sie sind eine großartige Vollblutpädagogin und verlassen nach insgesamt 34 Jahren und sechs Monaten die Grundschule Süd. Das sind fast 13 000 Tage. Sie sind eine Könnerin ihres Faches. Sie sind ein Vorbild für ihre Mitmenschen.“ Zum Dank überreichte Kapell der Rektorin eine dienstliche Beurteilung aus dem Jahre 1977 sowie eine Urkunde. Auch Lutz Trey, der als Vertreter des Fördervereins fungierte, dankte Walk für die hervorragende Zusammenarbeit sowie für Verlässlichkeit und Offenheit. Etwas ganz Besonderes hatte Uta Komendzinski (Schulleitung Förderschule) in petto. Sie erstellte eigens für Walk ein Ruhestands-Entwicklungs-Konzept (REK), was für viele Lacher bei allen Anwesenden sorgte. Dörte Lorentz, Leiterin der Grundschule Bookholzberg, sang ein gedichtetes Lied über Walk. Denn Mechthild Walk war es, die Lorentz 1974 eingeschult hatte. Auch das Kollegium ließ es sich nicht nehmen, ein eigenes Lied vorzutragen sowie einen gemütlichen Stuhl und Rosen zu überreichen. Die Erzieherinnen der Kindergärten in der Gemeinde schenkten Walk eine Holzbank und ein Bäumchen für ihren Garten. Bürgermeister Axel Jahnz drückte Walk scherzhaft mit den Worten: „Ich darf das. Schließlich kennen wir uns schon über 25 Jahre. Ich durfte viel von Ihnen lernen.“
Am Ende gab es eine Segnung von Pastor Reiner Backenköhler, der der 64-Jährigen ein Olivenbaum überreichte, als Symbol für den Ruhestand. Denn auch Arche-Erbauer Noah hätte einen Olivenzweig von einer Taube zum Abschied bekommen.
Beeindruckt von Atmosphäre und Danksagungen sprach Walk das Schlusswort: „Ich bin überwältigt. Das ist ein Zeitpunkt zurückzublicken und Danke zu sagen. Am 1. Februar 1977 bin ich an die Grundschule Süd gekommen. Die Schule wäre heute nicht ohne das Kollegium so gut aufgestellt. Jetzt freue ich mich erst einmal darauf, mit meiner Familie und besonders meinem Mann mehr Zeit zu verbringen.“ Der Abschied falle Walk trotzdem schwer, denn sie konnte jahrelang ihren Wunschberuf ausführen.
