HUDE - Mondorf wurde Lehrer auf dem zweiten Bildungsweg. Zunächst war er Werkzeugmacher und technischer Zeichner, später Zeitsoldat.

Von Matthias Kosubek

HUDE - „Es hat Seltenheitswert, dass ein Lehrer in solcher Top-Form in den Ruhestand geht“, sagte Gertrud Köbsch, Rektorin der Peter Ustinov-Schule, über ihren Kollegen Volker Mondorf, der gestern, an seinem 65. Geburtstag, nach 30-jähriger Tätigkeit in Hude verabschiedet wurde.

Der ehemalige Schulleiter Ludwig Nelleßen skizzierte den Lebensweg des angehenden Ruheständlers: Am 13. Juli 1940 in Kassel geboren, wurde Mondorf 1947 eingeschult und begann 1955 eine Lehre als Werkzeugmacher und technischer Zeichner. Danach folgten fünf Jahre Bundeswehr, ehe er ein Sport-Studium absolvierte. Sechs Jahre war er als Sportlehrer tätig, dann studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg. Am 1. Juli 1975 trat er seinen Dienst in Hude an. Hier unterrichtete er an der Hauptschule vor allem Sport, Arbeitslehre, Physik und Technik. „Du kennst die Härte des Berufslebens, diesen Erfahrungsschatz hast Du mit in die Schule gebracht“, so Nelleßen. Er habe die Schüler gezielt auf den Start ins Berufsleben vorbereitet, die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und den Ausbildungsbetrieben sowie mit den berufsbildenden Schulen organisiert, die Schnittstelle zwischen Schule und Betrieb gestärkt, auch am Kooperationsvertrag mit den Amazonen-Werken mitgewirkt sowie am Konzept

für die an der Schule installierten Photovoltaik-Anlage. Auch sei er daran beteiligt gewesen, dass die Schule als einzige im Landkreis vor drei Jahren mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Das Selbstbewusstsein der Hauptschüler zu stärken, sei ihm ein Anliegen gewesen.

Kooperationsfähigkeit, Kollegialität und Hilfsbereitschaft nannte Nelleßen als Charaktereigenschaften des scheidenden Kollegen. Außerdem sei er ein hervorragender Sportlehrer und Sportler. So war er als Reckturner Mitglied der Kunstturnriege der Bundeswehr. „Du warst immer ein Anwalt der Schüler. Du kannst mit Stolz auf Deine Zeit zurückblicken“, so Nelleßen abschließend.

Der Oldenburger Mondorf will weiter sportlich aktiv sein und sich ehrenamtlich im Bürgerfelder Turnerbund engagieren, tanzen, bergsteigen, auf Reisen gehen und Reisen (Wander- und Skitouren in den Dolomiten) organisieren.