HUDE - So viel herzliche Dankbarkeit schlägt Kommunalpolitikern, Verwaltungsmitarbeitern und Planern selten entgegen: Mit einem „Danke-Kanon“ brachten am Freitagvormittag alle Klassen und Lehrkräfte der Grundschule Jägerstraße ihre riesige Freude über die Sanierung und den Umbau ihrer Schule zum Ausdruck. „Unsere Schule wurde schön gemacht, frisch gestrichen und warm eingepackt“, sang der von Rektorin Margareta Schledde dirigierte Massenchor aus mehr als 200 Kehlen.

Was an der Jägerstraße alles schöner geworden ist, das erklärten die Kinder den Gästen ihres „Bauabschluss-Festes“ mal einstudiert (mit einer Dankeschön-Rede der Klasse 4a) und mal spontan in Interviews, die der mit Mikrofon bewaffnete Lehrer Geert Grahle-Westerhoff mit den Schülern führte.

Das Fest war vorläufiger Höhepunkt einer Entwicklung, die Lehrer, Mitarbeiter und Eltern zusammen vor rund zwei Jahren eingeleitet haben. „Damals hatten wir uns gemeinsam überlegt, wie Ganztagsschule aussehen soll“, blickte Margareta Schledde zurück. Dass die Visionen so schnell Realität geworden sind, ist dem Konjunkturpaket II zu verdanken. Die Gemeinde Hude nutzte die Chance und setzte die ihr vorrangig für die energetische Gebäudesanierung zugewiesene Investitionspauschale von rund 465 000 Euro gebündelt an der Grundschule Jägerstraße ein. Ihren Eigenanteil erhöhte die Gemeinde auf 245 000 Euro, so dass unterm Strich rund 710 000 Euro investiert wurden. Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung – Außenwände und Dächer wurden gedämmt, Fenster und Außentüren erneuert – standen Umbauarbeiten im Mittelpunkt: Der Ganztagsbereich, die Küche, die Bewegungshalle mitsamt Foyer und der Verwaltungsbereich wurden neu gestaltet. Mediathek und Lehrerzimmer sind ebenfalls neu. Welchen positiven Energiespar-Effekt Fassadendämmung und modernes Fensterglas haben, das demonstrierte Architekt Raymund Widera anhand von Modellen. Der Schulleiterin schenkte er einen Wegweiser, der auf die Litfaßsäule im Foyer montiert werden soll. Margareta Schledde bedankte sich bei Widera ihrerseits mit einem Präsent für die hervorragende Zusammenarbeit.

„Das Geld wurde hervorragend investiert“, lobte Regierungsschuldirektor Klaus Kapell. Auch Bürgermeister Axel Jahnz war begeistert: „Bei Euch ist es jetzt viel schöner als bei mir im Rathaus, eigentlich möchte ich mein Büro hier haben“, rief Jahnz den Schülern zu. Weil das nicht geht, nahm er die Schule im Miniaturformat mit ins Rathaus: Die Kinder überreichten ihm ein gebasteltes Haus, das mit vielen bunten Zetteln beklebt war. Darauf bedanken sich Schüler mit ihren Worten für das, was ihnen an ihrer Schule am wichtigsten ist – auf herzliche Art eben.