HUDE - Rund 340 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland – da dauert es eine ganze Weile, bis man das Richtige gefunden hat. Hilfestellung sollte den Schülern der Peter-Ustinov-Schule die Informationsveranstaltung „Schule, und dann . . . ?“ geben, die zum zweiten Mal im Huder Schulzentrum stattfand. Die Vertreter der Berufsbildenden Schulen Wildeshausen, Dirk Wiederhold und Christian Meyer, sowie Hans-Joachim Hittenbeck von den Berufsbildenden Schulen Delmenhorst zeigten den Teilnehmern ebenso wie Marita Myrczik, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Oldenburg, am Dienstagabend Wege in die Berufswelt auf.
Nach der kurzen Eröffnung durch Rektorin Gertrud Köbsch stellte Dirk Wiederhold die verschiedenen Schulformen der BBS vor. Dabei wurde die Komplexität des weiterführenden Schulsystems deutlich. „Keine Berufsschule ist wie die andere“, betonte er. Daher sei es „wichtig, nach eigenen Interessen zu handeln und nicht auf die Schule zu gehen, wo auch die beste Freundin hinmöchte“, erklärte er. „Jeder kann sich das aussuchen, was für ihn interessant ist“, war ein oft gesagter Satz in der eineinhalbstündigen Veranstaltung.
Das Interesse allein reicht jedoch nicht für die Aufnahme an der Wunschschule aus. Bei einigen Berufschulen ist ein bestimmter Gesamtnotendurchschnitt notwendig. An anderen Schulen ist das Arbeits- und Sozialverhalten von großer Bedeutung.
„Wenn man zum Beispiel an einer Berufsschule für Sozialpflege aufgenommen werden möchte, dann muss das Sozialverhalten mindestens den Anforderungen entsprechen“, erklärte Wiederhold.
Alle Referenten betonten außerdem immer wieder, dass Schüler den Anmeldschluss ernst nehmen sollten. „Es ist unheimlich wichtig, sich bis zum 20. Februar anzumelden“, warnte Myrczik.
Dirk Wiederhold, Marita Myrczik und Hans-Joachim Hittenbeck beantworteten geduldig die Fragen der erschienenen Eltern und Schüler. „Was machen diejenigen, die noch nicht wissen, welchen Weg sie einschlagen wollen?“, lautete nur eine der Fragen, die gestellt wurden. „Es besteht die Möglichkeit, mit mir einen Termin zu vereinbaren und durch Gespräche Interessen und Leistungsschwerpunkte ihres Kindes herauszufinden“, antwortete die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in Oldenburg. Außerdem könne man einen Berufswahltest ausfüllen.
Schließlich wurde das Publikum mit der Gewissheit entlassen, dass keiner der Schüler ohne weiterführenden Schulplatz dastehen wird. „Die Berufsbildenden Schulen sind dazu gezwungen, jeden Schüler aufzunehmen“, erklärte Myrczik. „Denn, laut Gesetz, ist jeder zwölf Jahre schulpflichtig.“
Die Anmeldeformulare erhalten Jugendliche in der BBS Wildeshausen, im Internet oder in der entsprechenden Schule.
