HUDE - „Mein bester Freund Fu“ erklingt es jeden Mittwoch ab 15 Uhr in der Grundschule Jägerstraße. Hier treffen sich die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Fara- und Fu-Werkstatt“ und singen zu Beginn das Lied über einen der Protagonisten. Christoph (7) hat sogar eine neue Strophe dazu gedichtet – über Fara.
Aber wer sind die beiden eigentlich? Fara und Fu sind Handpuppen, die in der Grundschule u.a. als Lernmittel eingesetzt werden. Aber im Vordergrund steht bei der AG der Spaß. Einen pädagogischen Hintergrund hat das Nachmittagsangebot natürlich auch: „Die Mädchen und Jungen werden zum Reden animiert und ihre Fantasie wird angeregt“, erklärt Lehrerin Christel Neteler, die die AG zum dritten Mal leitet.
Zehn Kinder freuen sich jede Woche erneut auf die beiden kuscheligen Freunde. „Ich finde es toll, dass Fara und Fu so viele Abenteuer erleben und auf Reisen gehen“, sagt der siebenjährige Patrick. Der Inhalt der Geschichten ist in den meisten Fällen nicht vorgegeben. Nur ein kleines Szenario wird gesetzt: Mal befinden sich die Abenteurer in einem Heißluftballon, mal sind sie auf einer Reise in einem fernen Land. Den Rest denken sich die Grundschüler selbst aus, malen die Geschichte an die Tafel, zeichnen ihre Gedanken mit bunten Stiften oder ergänzen die Geschichte Stück für Stück in der Gruppe. „Am meisten genießen sie das Malen an der Tafel, denn das dürfen sie sonst nicht“, weiß Neteler. Länger als 45 Minuten dürfe das Nachmittagsangebot nicht gehen, denn dann lasse die Konzentration nach.
Nur Lob haben die Teilnehmer für die „Fara und Fu-Werkstatt“. „Mir gefällt das Basteln am besten“, findet Ronja (7). So haben die Kinder schon ein Bett für die beiden Freunde „hergestellt“ und einen Heißluftballon „gebaut“. Auch kleine Bücher mit zum Teil eigenen Geschichten und Weihnachtsbaumschmuck wurden gebastelt. „Ich finde es schön, dass wir viel spielen“, sagt Nils (7).
Viele der Teilnehmer kennen die beiden Handpuppen bereits aus dem Unterricht. Dort finden Lesebücher, Sprachhefte und Aufgabenblätter mit Fara und Fu Anwendung. Sie leben in der Klasse und erleben den Alltag der Schüler mit. Die Kinder schreiben den beiden auch Briefe über einen „Klassenpostkasten“ und erhalten persönlich Antwort.
Diese NWZ-Serie stellt Nachmittags-Angebote an Huder Schulen vor. Heute: die „Fara- und Fu-Werkstatt“ an der Grundschule Jägerstraße.
