HUDE - Trotz der schlechten Finanzlage soll auch 2006 investiert werden. Allein für die Peter-Ustinov-Schule sind 160 000 Euro veranschlagt.

Von Andreas Naaf

HUDE - Die Schulen in der Gemeinde Hude müssen den Gürtel auch im kommenden Jahr eng schnallen, zum Teil sogar noch enger als zuletzt. Das geht aus dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2006 hervor, den die Verwaltung gestern Abend im Schulausschuss des Gemeinderates vorgestellt hat.

Demnach verbleibt das Budget für die Verwaltungskosten bei den Grundschulen mit 30 Euro pro Schüler auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Die Haupt- und Realschule muss im kommenden Jahr voraussichtlich sogar mit weniger Geld auskommen. Laut Haushaltsplan sinkt die Pauschale von 55 Euro auf 50 Euro pro Schüler.

„Im Hinblick auf die Budgetierung war das Gespräch mit den Schulleitungen sehr schwierig“, räumte der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Martens gestern im Ausschuss ein. Vor allem die Grundschulen hätten deutlich gemacht, dass ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb mit derart reduzierten Mitteln sehr erschwert werde.

Kürzungen sind auch bei den Mitteln zu erwarten, die den Schulen aus dem Vermögenshaushalt zur Verfügung gestellt werden – etwa für den Ersatz von veraltetem Schulmobiliar. Hier müssen die Grundschulen mit einer Einbuße von 1000 Euro auf dann 2500 Euro rechnen. Die katholische Grundschule erhält 500 Euro, die Peter-Ustinov-Schule 10 550 Euro.

Trotz der prekären Haushaltslage wird es auch 2006 mehrere Baumaßnahmen an den Huder Schulen geben. So sollen für die Heizungssanierung in der Grundschule Wüsting 35 000 Euro bereit gestellt werden. Für die Peter-Ustinov-Schule werden insgesamt 160 000 Euro veranschlagt. Davon sollen 90 000 Euro in die Sanierung des Umkleidebereiches fließen sowie 70 000 Euro in die Sanierung des Pausengangs Hohelucht. Dafür hat sich die Schule bereit erklärt, auf ein Glasfaserkabel zwischen ihren beiden Standorten (Kosten: 35 000 Euro) zu verzichten.

Den größten Batzen erhält 2006 indes die Grundschule Hude-Süd: Über 165 000 Euro lässt sich die Gemeinde die Fertigstellung und Einrichtung des im Bau befindlichen Erweiterungsbaus kosten.