Hude - „Ich kann das nur jedem empfehlen“, sagt Alexandra Schlenger. Die 20-jährige Bookholzbergerin hatte sich im vergangenen Jahr entschieden, nach dem Abitur einen Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie-Sozialstation in Hude zu leisten. Ende Juli ist das Jahr um. „Sehr schnell“, sagt sie. Auch wenn sich seit März die Arbeitsbedingungen durch die Corona-Pandemie geändert haben: Alexandra hat es nicht bereut, diese Zwischenstation auf ihrem weiteren beruflichen Weg einzuschlagen.
Auf dem wöchentlichen Dienstplan stehen regelmäßige Besuche bei älteren Patientinnen und Patienten. Elf sind es zurzeit, die sie ein oder zwei Mal in der Woche besucht. Manchmal ist es nur eine Stunde, ein anderes Mal sind es auch vier Stunden in der Woche. Gemeinsam geht’s zum Einkaufen. Es werden andere Besorgungen erledigt. Spaziergänge und Spiele stehen auf dem Programm, ganz nach den Wünschen der betreuten Patienten. Und wichtig ist vor allem das Gespräch, ganz besonders für jene Menschen, die ansonsten viel alleine sind. „Alle sind super lieb, ich verstehe mich mit allen gut“, sagt Alexandra Schlenger über die Patientinnen und Patienten.
Für junge Leute sei der Umgang gerade mit den Älteren eine besondere Erfahrung. „Man geht mit vielen Dingen anders um, wenn man die Geschichten kennt. Dann weiß man, warum einige anders handeln als man es vielleicht erwarten würde“, sagt die Freiwilligendienstleistende.
Durch Corona änderten sich die Arbeitsbedingungen. Maske tragen und Abstand halten sind seitdem die Regeln. Viele Ältere fahren jetzt nicht mehr mit zum Einkaufen. Doch größere Ängste hat Alexandra nicht festgestellt bei den Besuchten, so ihr bisheriger Eindruck.
Der Freiwilligendienst sei ein super Orientierungsjahr. „Man hat ein bisschen Zeit, um zu schauen, in welche Richtung man gehen möchte“, sagt die 20-Jährige. Es werden im Laufe des Jahres auch diverse Seminare für die Freiwilligen angeboten. „Man nimmt viel mit, lernt viel dazu“, sagt Alexandra Schlenger. Die ersten Seminare in Sandkrug und Oldenburg in einer großen Gruppe hat sie noch mitmachen können, weitere Seminare fielen der Corona-Krise zum Opfer. Das sei schade gewesen.
Alexandra Schlenger will jetzt studieren und sich für verschiedene Studiengänge im Bereich Soziales und Medizin bewerben.
Bewerben können sich auch alle Interessierten, die Lust haben, einen Freiwilligendienst (Freiwilliges Soziales Jahr) bei der Diakonie-Sozialstation Hude ab dem 1. August 2020 zu übernehmen und die Nachfolge von Alexandra Schlenger anzutreten. Bewerbungen nimmt Pflegedienstleiterin Elisabeth Loch,
