Hude - „Hallo Dachs“ ist ein Brettspiel, das eigentlich auf dem Tisch gespielt wird. Dabei müssen die Spieler sich merken, wo sich die Lieblingsspeisen des Dachs verstecken. Später müssen sie diese aufdecken. Aber Vorsicht: Wer ein Müllplättchen aufdeckt, ist im Nachteil.

Doch die Ausführung, die jetzt in der Grundschule Jägerstraße in Hude steht, ist für einen Tisch eindeutig zu groß. Gefertigt wurde diese XXL-Ausführung vom Werkstattprojekt Ganderkesee der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) und als Spende an die Grundschule übergeben.

„Die Chips hat unsere Medienabteilung hergestellt und die Werkstatt die Tafel gefertigt“, sagt Edgar Ruhm, Anleiter beim LEB-Werkstattprojekt. „Wir haben Glück gehabt, dass wir jemanden haben, der so gut Malen kann“, fügt Ruhm hinzu.

Doch bevor der LEB das Spiel überhaupt herstellen durfte, mussten sie Genehmigungen einholen. Denn Erfunden hat es Klaus Teuber. Er hat auch das Spiel „Die Siedler von Catan“ erfunden. Ebenfalls musste die Grafikerin von „Hallo Dachs“ um Erlaubnis gefragt werden. „Und die haben wir bekommen, da waren wir sehr froh“, sagt Ruhm. „Hallo Dachs“ wird seit ungefähr sechs Jahren nicht mehr hergestellt, sagt Ruhm und findet, dass „es immer schade ist, wenn Spiele verschwinden“.

Das XXL-Spiel selbst ist bereits etwas älter. Zum ersten Mal kam es bei dem Park der Gärten im letzten Jahr zum Einsatz. „Danach wurde es eingelagert“, sagt Ruhm. Das es jetzt in der Grundschule Jägerstraße steht, kam durch ein zufälliges Gespräch zwischen Regina Kanbach, sozialpädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule, und René Voigt, Teilnehmer beim LEB. „Wir haben uns auf dem Schulhof über die tollen Projekte der LEB unterhalten“, sagt Kanbach. „Und das hat sich dann so ergeben.“

Dabei ist genau das auch ein Ziel der LEB, dass mögliche Kooperationspartner auf sie zukommen, „damit das, was wir bauen nützlich untergebracht wird“, sagt Ruhm. Er ist sich sicher, dass das Spiel „hier am besten aufgehoben ist“. Auch die Leiterin der Grundschule Ilona Schütte ist sehr froh über diese Spende.

Wer wann mit dem XXL-Spiel spielen darf ist bereits geklärt, sagt Franziska Scheller: „Wir habe AG-Gruppen, die das nutzen dürfen.“

Wenn jetzt weitere Schulen, Kindergärten oder andere Einrichtungen Interesse haben, Kooperationspartner beim LEB zu werden, dann können sie sich bei der Projektleiterin Anja Gertje unter t 04222/9462591 melden. „Dann gucken wir, was wir machen können“, sagt Ruhm.