HUDE - Man kann nicht früh genug anfangen – nach diesem Motto lernen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3/4 der Förderschule an der Vielstedter Straße alles rund um das Thema „Erste Hilfe“. Um den Lehrstoff aus erster Hand zu erhalten, war am Donnerstag Talea Smid, Ausbilderin beim DRK in Hude, zu Gast in der Schule, um die größtenteils Elfjährigen aufzuklären, wie sie sich an einer Unfallstelle zu verhalten haben.
Dabei mussten die Jugendlichen viel Einsatz zeigen. Sie wurden von dem Profi auf den Boden gelegt, mit einer Wolldecke eingewickelt, in die stabile Seitenlage gebracht, und dann wurde auch noch ihr Kopf überstreckt.
Doch nicht ohne eine entscheidende Frage: „Darf ich Dich anfassen?“ Ohne die Zustimmung des Unfallopfers dürfe niemand Hand anlegen, erklärte Talea Smid – vorausgesetzt, das Opfer ist bei Bewusstsein.
Ganz wichtig beim Kontakt: „Viel reden“, so Smid. Das Opfer wolle schließlich immer genau wissen, was mit ihm passiert. Wichtig sei das Zudecken, da es auf dem Boden zumeist kalt ist. Das Überstrecken des Halses diene der verbesserten Atmung.
Los geht es an der Unfallstelle mit dem Ansprechen, gefolgt vom Anschauen, ob Verletzungen vorhanden sind, dem Anfassen, dem Kopfüberstrecken und der Mundkontrolle, damit das Opfer sich an nichts verschlucken kann. Dann folgen hören, sehen und fühlen, ob die Person gut atmet, die stabile Seitenlage, das Zudecken und das Absetzen des Notrufes unter der Nummer 112. Letzteres solle im Idealfall in der Zwischenzeit eine zweite Person erledigen. Für Lehrerin Karin Ahlrichs ist es wichtig, dass die Schüler viel zu diesem Thema wissen. Deshalb hat sie ihnen schon zuvor die Rettungskette erklärt. Weiter geht es in den nächsten Einheiten mit Fragen rund um den Körper und gesunde Ernährung.
