HUDE - Wochenende in der Peter-Ustinov-Schule: Eigentlich dürfte hier kein Kind über den Flur rennen, müsste absolute Stille herrschen. Nicht so aber an den vergangenen drei Tagen. Zum dritten Mal gab es nämlich im Forum der Schule die Huder Fantasie- und Märchentage.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren. Und so drehte sich fast alles um Pippi und Co. Da konnte die Villa Kunterbunt gemalt werden, wie es schon die Kinder der gleichnamigen Kindertagesstätte vorgemacht hatten. Eine „echte“ Pippi schminkte die kleinen und großen Kinder, im Erzählzelt gab es Märchen zu hören, und beim Froschrennen hüpften die selbst gebastelten Papierfrösche um die Wette. Laternen für den abendlichen Umzug konnten genauso gebastelt werden wie ein eigenes Märchenbuch aus Glanzbildern. Wer mit der „Hoppetosse“, dem Schiff von Ephraim Langstrumpf, dem Vater von Pippi, in See stechen wollte, der musste vorher nur in fünf Kartons greifen und – natürlich ohne hineinzuschauen – erraten, was er da wohl in der Hand hat.

Die meisten der kleinen Besucher waren dem Aufruf von Organisator Peter Schlöndorff gefolgt und als Pippi Langstrumpf oder Pirat verkleidet zu den Fantasie- und Märchentagen gekommen. „Ein toller Erfolg, es sind rund 450 Kinder und Erwachsene waren da“, freute sich Schlöndorff, der gemeinsam mit seinem Team die Veranstaltung, die im Rahmen des Erzählfestivals Nordwest „Mundwerk“ stattfand, auf die Beine gestellt hat. Unterstützt wurde er außerdem von Gerburg Schaller von der Buchhandlung „Lesen und Mehr“, Marco Brinkmann von „feine Kost“ und den vielen Helfern, die die Besucher mit Lesefutter und tatsächlich Essbarem versorgten.

Eröffnet wurden die dritten Huder Fantasie- und Märchentage bereits am Freitagabend mit einer szenischen Lesung von Alke Katharine Szonn. Die junge Frau brachte den Zuhörern mal stehend, mal sitzend, mal in Bewegung die Geschichte der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren näher.

Bereits am Donnerstag, 8. November, gibt es übrigens die nächste Huder Veranstaltung des Nordwest-Erzählfestivals „Mundwerk“. Dann heißt es ab 20 Uhr an der Klosterruine „Ruinengeflüster im Fackelschein“.

Mehr Infos zu der Veranstaltung gibt es unter

www.mundwerk-nordwest.de