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Zirkus Kopfüber in den Artistenhimmel

Nikola Nording

HUDE - Sie hängen über Kopf, rennen wie wild durch ein großes Zirkuszelt oder werfen mit Stöcken um sich – man könnte meinen, die Schüler der Grundschule Hude-Süd sind nicht mehr ganz bei Trost, doch falsch: Es gehört alles zum Plan. Seit Montag ist der Zirkus Radieschen aus Oldenburg zu Gast an der Schule und studiert mit den 190 Kindern ein buntes Programm für ihre erste eigene Zirkusshow ein.

In Workshops lernen die Kinder, wie man souveräne Kunststücke am Trapez macht, oder wie man als Clown viele Lacher einheimst, ohne nur ein Wort zu sagen, oder wie man geschickt jongliert. Unterstützt werden sie dabei von Ines Rosemann und ihrem Team. „Wir sind eine Mischung aus Pädagogen und Artisten – das ist wichtig, weil man Fachleute auf beiden Gebieten braucht“, erklärt Rosemann. Sie selbst ist Diplom- Sozialpädagogin. „Es war immer mein Traum, zum Zirkus zu gehen“, schwärmt die Zirkusdirektorin, wie sie sich selbst nennt. 1999 gründete sie den Zirkus Radieschen, um ihre Arbeit als Sozialpädagogin und ihre Liebe zum Zirkus zu vereinen.

Sechs Disziplinen können die Kinder während der Woche erlernen. Besonders eindrucksvoll ist die Arbeit mit den „Pois“ – Bälle mit Fähnchen, die vom Spieler an Bändern durch die Luft gewirbelt werden. „Es sieht eindruckvoll aus und die Kinder haben schnell ein Erfolgserlebnis. Jonglieren ist schwieriger und kann nicht in einer Woche gelernt werden, daher arbeiten wir lieber mit den Pois“, erklärt die Sozialpädagogin.

Da nicht alle 190 Grundschüler gleichzeitig im Zirkuszelt sein können, gibt es zwei Gruppen. Während die einen ihre im Zirkus proben, kümmern sich die anderen um die Organisation der großen Aufführungen am Freitagnachmittag um 14 und um 17 Uhr. „Sie basteln Einladungskarten für die Eltern, Eintrittskarten oder Popcorntüten“, erklärt Konrektorin Marlene Holst.

Nach der Vorstellung findet ein großes Schulfest statt, um das 40-jährige Bestehen der Schule zu feiern.

NWZ

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