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Erwachsenenbildung Senioren begleiten macht Freude

HUNTLOSEN - Ingrid Pietsch aus Wardenburg ist 75. Die Rentnerin hat bei privaten Besuchen in Pflegeeinrichtungen festgestellt, wie wenig Zeit oft den hauptamtlichen Kräften für die einzelnen Bewohner bleibt. Deshalb entschloss sie sich, bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB)  die Ausbildung zur ehrenamtlichen Seniorenbegleiterin zu absolvieren. Sie hat die Zeit dafür. „Meine Kinder sind lange aus dem Haus, die Enkel groß“, sagt die agile Rentnerin. Mit sieben weiteren Teilnehmern aus Großenkneten, Wardenburg und Hatten nahm sie jetzt ihr Zertifikat über die erfolgreiche Kursteilnahme entgegen.

50 Unterrichtsstunden

Seniorenbegleiterin Ingrid Pietsch geht bereits einmal in der Woche für zwei bis drei Stunden in das AWo-Heim in Wardenburg, um ehrenamtlich mit Bewohnern etwas zu unternehmen. „Das macht sehr viel Freude“, sagt sie.

„Alltagsassistenz für Senioren“ lautete das Ausbildungsmodul mit 50 Unterrichtsstunden seit Anfang März. Das Land fördert über das Programm Duo zu 100 Prozent, so LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper. Vera Vollmer vom Seniorenservicebüro freute sich, dass sich Menschen finden, die die Ausbildung zum Seniorenbegleiter absolvieren. Es war bereits der neunte Kursus mit verschiedenen Trägern der Erwachsenenbildung, so Vollmer. Der Ursprungsgedanke sei es, Leute zu qualifizieren, damit sie zu älteren Menschen nach Hause gehen.

Dabei geht es nicht um Pflege, sondern ums Gesellige, Gespräche zum Beispiel, mal etwas vorlesen, kleine Hilfestellungen im Haushalt, Begleitung bei Spaziergängen und beim Einkaufen, bei Arztbesuchen oder beim Besuch kultureller Veranstaltungen, Kurz gesagt: Dass einfach mal jemand vorbeischaut. Denn viele Ältere leben allein.

Viele Ältere leben allein

Die Ausbildung zum Seniorenbegleiter fand unter Leitung von Ausra Kluge statt. Viele Bereiche wurden angesprochen: Vom Alltagsmanagement über Biografiearbeit bis hin zu Ursachen und Formen der Demenz. Es ging mit Hilfe mehrerer Fachreferenten um Gesprächsführung und Konfliktlösungen, rechtliche Aspekte, die gesellschaftliche und persönliche Situation älterer Menschen, krankheitsbedingte Veränderungen im Alter, Umgang mit Hilfsmitteln, lokale Strukturen der Altenhilfe, aktivierende Begleitung oder Erste Hilfe.

„Ich habe viel für mich mitnehmen können“, so Teilnehmerin Ursel Wolff. Sie ist im Senioren- und Behindertenbeirat der Gemeinde Hatten aktiv und freute sich über viele neue Informationen, die sie in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit weitergeben kann. Neben Ingrid Pietsch und Ursel Wolff gehören zu den Teilnehmern, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben: Dieter Bruhn, Angela Coldewey, Corinna Grotelüschen, Monika Kruse, Inge Wortmann und Günther Meenken.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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