HUNTLOSEN - Fröhliches Treiben herrschte beim Frühlingsfest der Freien Schule Oldenburg. Um die Schule herum, die auf dem Gelände der Ökologischen Akademie in Huntlosen zu Hause ist, fanden Rollenbahn und Hüpfburg, das „Formen mit Lehm“ und besonders auch die beiden Ponys, die geritten werden durften, großen Zuspruch bei den Kindern.
Für die Erwachsenen gab es beim Tag der offenen Tür einen Vortrag über die Arbeitsweise der Schule. Detmar Wolff stellte hier besonders in den Vordergrund, dass es zu den Grundlagen der Pädagogik der Freien Schule Oldenburg gehört, dass das Lernen ein Fundament in der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder hat.
Er wies darauf hin, dass die Fülle der medialen Angebote den Kindern immer mehr Zeit und Raum in ihrem Leben nehme, um sich mit den wirklichen Gegenständen und wirklichen Menschen auseinander zu setzen.
In der Freien Schule wird laut Wolff durch die Art des Unterrichts ein deutliches Gegengewicht geschaffen. Es wird sehr viel praktisch getan, und der Unterricht entwickelt sich aus dem „Tun“ heraus.
Das Lernen geschieht in der Arbeit mit dem Montessori-Material und in vielen handlungsorientierten Projekten. Die Eltern zeigten an diesem Nachmittag das Kindermusical „Jan Morks und Lilly Schilli“, ein Piratenstück, das sich mit dem Rollenbild von Männern und Frauen beschäftigt und besonders versucht, die Jungen ein wenig von der Verpflichtung zum Heldentum zu befreien.
Daran schloss sich ein von den Kindern selbst in Text und Bild entwickeltes Theaterstück an: Besucher von verschiedenen Planeten treffen auf dem Marktplatz eines Städtchens mit den Menschen zusammen. Nach anfänglichen Spannungen ergibt sich mit der Hilfe einer Hexe und eines Zauberers ein vergnügliches Miteinander.
