Huntlosen/Landkreis - Kindertagespflegepersonen werde gebraucht – doch sind nicht ausreichend vorhanden. Das weiß auch Karin Pieper. Deswegen möchten die Regionalleiterin der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) mit Sitz in Huntlosen und ihre Mitarbeiter gegensteuern: mit einem nächsten Qualifizierungskurs und einer neuen Dozentin.
Annegret Krummrei aus Oldenburg tritt die Nachfolge von Ausra Kluge an, die über Jahre die „Qualifizierung in der Kindertagespflege“ angeboten hat. Ursprünglich hätte der neue Kurs im September beginnen sollen. „Aber wir hatten nur zwei Anmeldungen“, bedauert Pieper. Jetzt kann die Regionalleiterin versichern: „Der Kurs wird laufen – wir haben zurzeit acht Anmeldungen vorliegen.“ Sie und Krummrei freuen sich über weitere Anmeldungen.
Die Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson umfasst über 160 Unterrichtseinheiten und wird zwischen 20. (nicht, wie im LEB-Programmheft angekündigt, am 13.) Februar und 3. Dezember angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich donnerstags von 19 bis 22.15 Uhr im „Grünen Zentrum“ in Huntlosen an der Sannumer Straße. Einmal im Monat kommen sie samstags von 9 bis 14 Uhr dort zusammen. In den Schulferien wird kein Unterricht angeboten.
Infos und Anmeldung bei Karin Pieper unter
Annegret Krummrei weiß, warum es sich lohnt, sich zur Kindertagespflegeperson ausbilden zu lassen: „Die individuelle Förderung durch Tagesmütter und Tagesväter, die familiäre Betreuungssituation und die hohe zeitliche Flexibilität wird als wesentlicher Vorteil der Kindertagespflege gegenüber Kindertagesstätten gesehen.“ Kleine Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, könne eine erfüllende Aufgabe sein.
Krummrei arbeitet als Erzieherin und hat den Lehrgang zur Kindertagespflegeperson selbst abgeschlossen. „Das ist uns sehr wichtig“, betont Pieper. Zudem nahm Krummrei bisher an mehreren Weiterbildungen in der Frühpädagogik teil, war in Oldenburg als Dozentin tätig und schloss dort an der Carl-von-Ossietzky-Universität die nebenberufliche Qualifikation in der Erwachsenenbildung ab.
Krummrei und Pieper freuen sich zudem, wenn sich bis Donnerstag, 20. Februar (siehe Infobox), noch Männer anmelden. „In unserem letzten Kurs war ein Mann und er hat die Gruppe bereichert“, weiß Pieper. Am Ende des Kurses erhalten die Teilnehmer das bundesweit anerkannte Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege.
Die LEB bietet die Qualifizierung seit mehr als 20 Jahren an. Kindertagespflege ist eine familienähnliche Betreuungsform und wird vor allem von Unter-Dreijährigen in Anspruch genommen. Auch die Betreuung älterer Kinder ist damit möglich.
