HUSBäKE - „Seifenkisten-Fahren macht wirklich viel Spaß. Zuerst habe ich nur aus Neugierde teilgenommen, aber jetzt bastle ich richtig an meinem Fahrzeug herum“, sagte Hannes. Der 13-Jährige war einer von 16 Teilnehmern, die sich zum Seifenkisten-Rennen in Husbäke angemeldet haben. Der Schüler startete in der Klasse der „klassischen Seifenkisten“ für acht- bis dreizehnjährige Fahrer. Mit von der Partie war auch sein 14-jähriger Freund John. Zusammen mache es einfach mehr Spaß, an dem Wettbewerb teilzunehmen, so die Nachwuchsfahrer. „Einen Pokal habe ich bislang jedoch noch nicht gewonnen“, gestand John. Derartige Trophäen erhalten die ersten drei Fahrer jeder Klasse, die sich im Wettbewerb „Jeder-gegen-Jeden“ durchsetzen.
Doch nicht nur in Seifenkisten wurde auf dem Husbäker Hansaweg gestartet. Mädchen und Jungen zwischen vier und sieben Jahren traten in Bobby-Cars an. Die letzte Klasse bildeten die „Dino-Cars“, professionelle und meist fertig gekaufte Seifenkisten. Sie wurden von 14 bis 18-jährigen gefahren. „Wir veranstalten das Rennen aus Spaß an der Freude“, berichtete Gerd Hülsmann vom Ortsverein Husbäke, der seit einigen Jahren den Wettbewerb ausrichtet. „Jeder, der mag, kann teilnehmen.“
Voraussetzung seien nur ein fahrbarer Untersatz mit funktionierenden Bremsen, Handschuhe, Helm und feste Kleidung. „Sonst ist das Rennen einfach zu gefährlich“, sagte Hülsmann. Es seien zwar in den bisherigen drei Veranstaltungen noch keine schweren Verletzungen aufgetreten, aber eine Seifenkiste könne – wie jedes Fahrzeug – auch einmal aus der Spur geraten. Deswegen sei die Strecke am Hansaweg von den Organisatoren auch mit Strohballen am Rand gesichert worden.
Dieses Jahr siegte in der Bobby-Car-Klasse Tobias Gerbers vor Jonas Dalchau und Niclas Schmidt. In der Seifenkistenklasse kam Torben Meyer vor Timo Komandel und Tobias Schallenberg ins Ziel. Eyck Kuhlmann gewann in der Dino-Klasse, Sebastian Tapken und André Hampel verwies er auf die Plätze.
Ob es im nächsten Jahr wieder ein Seifenkistenrennen in Husbäke gibt? „Ja, auf jeden Fall“, lacht Hildegard Behrens vom Ortsverein. „Alle hatten soviel Spaß – da können wir doch nicht auf die Neuauflage verzichten.“
