An den Lärm gewöhnt man sich, das ist nicht schlimm“, lächelt Swenja Potze, und kümmert sich – ungerührt von der Geräuschkulisse – um die Jungen und Mädchen, die am „Kindertreff für Grundschulkids“ im Jugendzentrum teilnehmen. Eigentlich ist die junge Frau Erzieherin im Neuenburger Schloss-Kindergarten, seit acht Jahren arbeitet sie, die in Zetel groß geworden ist, schon für die Gemeinde, und nun vertritt sie an drei Nachmittagen in der Woche Eva-Maria Ruta-Schwarte, die noch bis zum November bei Sozialarbeiter Jonny Lüschen hospitiert.
„Ich bin froh, hier zu arbeiten“, sagt Swenja Potze mit Blick auf die Mädchen und Jungen, die unter ihrer Regie Waffelteig anrühren, Billard spielen oder sich mit den anderen Angeboten im Jugendzentrum beschäftigen.
Sowohl im Kindergarten, als auch im Jugendzentrum ist Swenja Potze halbtags tätig, was sie als Luxus empfindet, hat sie doch so ausreichend Gelegenheit, sich noch um anderes kümmern zu können. Ihre achtjährige Dogge beispielsweise profitiert von „Frauchens“ Zeiteinteilung und von ausgedehnten Spaziergängen. „Außerdem“, so die Erzieherin, „kann ich schnell wieder in meinen Beruf zurück, wenn ich mich später für eine Familie entscheide“. Die Zeit im Jugendzentrum nutzt sie, „um hineinzuschnüffeln“ wie sie sagt, denn die Anforderungen in diesem Haus sind andere, als die im Kindergarten. Vorstellen könnte sie sich schon, Nachfolgerin von Eva-Maria Ruta-Schwarte zu werden, sollte diese sich anderweitig orientieren. Gleichwohl möchte Swenja Potze erst einmal abwarten, „wie sich das alles entwickelt“. dL
Swenja Potze
Erzieherin
