Oldenburg - Wie sieht das Klassenzimmer der Zukunft aus? Mit dieser und anderen Aufgaben beschäftigten sich Jugendliche am Sonnabend in der Carl-von-Ossietzky-Universität. 13 Schüler-Teams stellten beim Regionalwettbewerb der „First Lego League“ ihre Forschungsideen vor.
„Wir haben uns gedacht, man müsse Lernspiele neu erfinden“, erzählten Lars Knese und Franziska Dopp vom Kreisgymnasium Haselünne. „Es sollten jedoch Spiele sein, die das Lernen eher nebenbei vermitteln.“ So könne man beispielsweise zum Lernen einer Fremdsprache ein Spiel in der jeweiligen Sprache spielen.
Innovativ dachte auch das Team „Robot Racer“ vom Lernort Technik und Natur Wilhelmshaven. „Die Jungs haben eine 3D-Brille entwickelt, mit der man am Computer Aufgaben lösen kann“, erzählte Moritz Breiter, Leiter der Gruppe. Die Computer würden die Lehrer ersetzen. Breiter freute sich vor allem über das Engagement seines Teams: „Sie kommen nach der Schule freiwillig zu uns.“ Die Gruppe startete bereits zum zweiten Mal bei dem Wettbewerb.
Einen anderen Ansatz verfolgten die Schüler des Gymnasiums Rhauderfehn: „Wir haben uns überlegt, dass man mehr außerhalb der Schule lernen sollte, zum Beispiel mit Fernsehshows“, erzählte Yannick Wasserberg, Mitglied des Teams. Daher entwickelte seine Gruppe für den Wettbewerb eine Wissensshow mit insgesamt elf Runden. Diese behandeln jeweils ein Thema des Allgemeinwissens. Der Sieger solle sein gewonnenes Geld dann für einen guten Zweck spenden.
Für den Einsatz von mehr Technik setzten sich die Schüler der Realschule Wildeshausen ein. Das Team „Alien Protector“ führte ein Rollenspiel vor, bei dem sich zwei Klassen gegenüberstanden: „Die Klasse der Gegenwart und die Klasse der Zukunft“, erklärte Schüler Tjark Vosteen. Im Verhalten der Gegenwartsklasse sollte Kritik am Schulsystem dargestellt werden; die Zukunftsklasse verdeutlichte hingegen, wie das Team sich Schule in der Zukunft wünscht. „Ein Beispiel wäre der Einsatz von Tablets“, so Vosteen.
Nach der Vorstellung ihrer Ideen zum Klassenzimmer der Zukunft traten die Teams im Wettbewerb „Robot Game“ gegeneinander an. Dabei bewältigten die von den Schülern aus Legosteinen selbst gebauten und programmierten Roboter verschiedene Aufgaben. Die Gewinner, die noch ermittelt werden müssen, ziehen in die nächste Runde des Wettbewerbs ein.
