NWZ
-Gespräch davor gewarnt, auf dem Rechtsweg eine Entscheidung über die IGS herbeiführen zu wollen. Da der Niedersächsische Landtag voraussichtlich erst am 16. oder 17. März das neue Schulgesetz verabschieden will, hatte die Landesschulbehörde angeregt, das Antragsverfahren zur IGS Harpstedt zunächst auszusetzen. Das habe der Kreisausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig abgelehnt, so Eger. „Wir wollen eine Entscheidung haben.“ Andernfalls sei das Ziel, die Schulform bereits zum neuen Schuljahr einzurichten, gefährdet. Zuvor habe der Kreis bei der Schulbehörde nach der Rechtslage gefragt, aber nur eine unzureichende Auskunft erhalten. Der Landrat zeigte sich gegenüber derNWZ
zuversichtlich, dass der Kreis im Fall einer Klage gute Chancen habe.Auch in Sachen Oberschule Hude widersprach Eger dem CDU-Landtagsabgeordneten: „Die Kreisgremien haben den Antrag nicht abgelehnt“, betonte der Landrat, „sondern sind überein gekommen, bis zur Verabschiedung des Gesetzes sich zunächst mit den Inhalten zu befassen.“ Genau das habe Bley stets angeregt. Kein Verständnis zeigte Eger für die Äußerung Bleys, Hude könne allein die Haupt- und Realschule in eine Oberschule mit gymnasialem Angebot beantragen. Angesichts der Auswirkungen auf das Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg sei sehr wohl eine Vereinbarung zwischen Hude und dem Kreis notwendig. Eger (SPD) meinte, Bleys Stil sei „grenzwertig“. Sobald das neue Schulgesetz vorliege, würden Gemeinde, Landkreis und Schulbehörde die Eltern umfassend informieren.
Verärgert über die Einmischung Bleys zeigten sich auch der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Detlef Sonnenberg. Dessen Äußerungen seien „ungehörig“, befand Sonnenberg. „Er soll nicht den Kreistag und den Kreisausschuss beschimpfen, sondern sich besser in seiner Regierungsfraktion in Hannover massiv für eine vierzügige IGS einsetzen“. Die SPD im Landkreis werde weiterhin für die IGS Harpstedt kämpfen.
