Apen - In Apen wird, wie auch in weiteren Ammerland-Gemeinden, die Frage nach einer möglichen Umwandlung der Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule beleuchtet. Der Wunsch nach einer IGS war in der Gemeinde schon früher geäußert und von der Politik befürwortet worden (NWZ berichtete). Allerdings sprachen die gesetzlichen Vorgaben nach einer Fünfzügigkeit bislang dagegen. Diese Schülerzahlen kann die Gemeinde derzeit nicht erreichen. Die neue Landesregierung will die Vorgaben jedoch verändern, so dass auch kleinere Gemeinden unter Umständen eine IGS verwirklichen könnten.
Die im Aper Gemeinderat vertretenen Fraktionen verständigten sich nach Auskunft von Bürgermeister Matthias Huber nun darauf, diese Entwicklung erst einmal abzuwarten und dann neu zu entscheiden. Eine vom Schulträger angeregte Elternbefragung, wie sie im November nach dem Wunsch des Schulvorstands vorgeschlagen wurde, soll erst einmal zurückgestellt werden. Mit dem Thema wird sich der Verwaltungsausschuss in Kürze befassen, und auch die Fraktionen wollen sich eingehend mit der Entwicklung der Schullandschaft in der Gemeinde Apen auseinandersetzen. Dabei sollen die finanziellen Belastungen für den Schulträger, die Ausstattung der Schule und die Auswirkungen auf die Außenstelle des Gymnasiums in Apen beleuchtet werden. Auch die Entwicklung der Schullandschaft in den umliegenden Gemeinden, insbesondere Westerstede, müsse mitbedacht werden, hieß es aus dem Rathaus.
Viele Eltern wünschen sich auch in Apen eine Gesamtschule. Wie berichtet, hatte sich vor rund zwei Jahren eine Privatschule in der Gemeinde ansiedeln wollen, für die auch schon Anmeldungen vorlagen. Diese Pläne hatten sich aber kurzfristig zerschlagen. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung besuchen momentan 50 Kinder verschiedener Jahrgangsstufen die Freie Christliche Schule Ostfriesland, ebenfalls eine IGS.
