Jever - Zweimal hat Lehrer Reinhold Rensch seinen Ruhestand schon nach hinten verschoben – zuletzt, weil er seine 10 R an der Elisa-Kauffeld-Oberschule in Jever bis zum Abschluss unterrichten wollte. Nun ist die Zeit für den 66-Jährigen aber endgültig gekommen, um seinen Hut zu nehmen. Und das ist bei Reinhold Rensch durchaus wörtlich zu verstehen, denn neben seiner bunten Kleidung zählte der Hut in vielen Formen und Variationen zu seinem Markenzeichen. Am Dienstag wurde er nach 45 Dienstjahren nun auf eigenen Wunsch in der Pausenhalle inmitten aller Schüler verabschiedet.

Auch seine Familie – Rensch hat mit seiner Frau fünf Töchter und einen Sohn sowie erste Enkelkinder – nahm an der Feier teil. Außerdem kamen die Schüler der 10 R, die bereits in der vergangenen Woche verabschiedet worden waren. Auch Schulleiterin Berta Paasman, das Kollegium und die übrigen Schüler sagten „Tschüss“.

Reinhold Rensch startete seine berufliche Laufbahn am 1. März 1975 an der damaligen Realschule Schortens, es folgten viele weitere Schulen, zuletzt war er zwölf Jahre lang an der Haut- und Realschule Jever tätig, die inzwischen in die Elisa-Kauffeld-Oberschule umgewandelt wurde.

Zum Abschluss sang Renschs Tochter zwei Stücke, sein Sohn widmete ihm einen Rap-Song, den er vor Schülern, Lehrern und seinem Vater vortrug. „Wie zum Geier wollt ihr diesen Mann nur ersetzen, Allrounder, immer hundert Prozent, Beruf war Berufung – Was für ne Ehre den besten Lehrer ever zu kennen“, textete Milan Rensch über seinen Vater Reinhold Rensch.

Dem konnte auch Berta Paasman nicht mehr viel hinzufügen – Rensch habe in gut 45 000 Unterrichtsstunden tausenden Schülern Wissen vermittelt, sei in allen Gremien aktiv gewesen und habe sich für seine Überzeugungen eingesetzt.