Nordenham - Ein Praktikum ist oft harte Arbeit. „Manchmal sieht man, wie schön es in der Schule ist“, sagt Dr. Sebastian Wegener. Er ist der zuständige Lehrer für das Betriebspraktikum 2017 der zehnten Klassen des Gymnasiums Nordenham. Die Schule sei nur eine Vorbereitung auf das spätere Berufsleben ohne Praxiserfahrung für die Schüler. Deshalb ist das Praktikum aus Sicht des Lehrers eine tolle Sache.
„Ich finde ein Praktikum total wichtig. Man bekommt gute Einblicke in das richtige Berufsleben“, sagt Sebastian Wegener. Die Schüler können im Praktikum ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen ausloten. Das Schulpraktikum ist ein erster Test, ob einem der ausgesuchte Beruf tatsächlich liegt oder ob man eine andere Richtung einschlagen sollte.
Die meisten Praktikanten haben sich für ein Praktikum in einem Nordenhamer Betrieb entschieden. Ein Schüler absolviert sein Praktikum an der Hochschule in Braunschweig. Aber das ist eher die Ausnahme.
In Fällen von regelmäßigen und langen Fahrten zum Praktikumsplatz übernimmt der Landkreis Wesermarsch die Kosten, zum Beispiel für eine Dauerfahrkarte bei der Deutschen Bahn.
Wie schon in den Vorjahren sind die beliebtesten Praktikumsplätze in großen Werken, zum Beispiel bei Premium Aerotec. Aber auch Banken, Grundschulen, Arztpraxen und Kindergärten sind beliebt.
In diesem Jahr sammeln etwa 95 Schüler des Gymnasiums Eindrücke aus dem Berufsalltag. Kümmert sich ein Schüler nicht rechtzeitig um einen Praktikumsplatz, wird der Praktikumsbericht mit der Note sechs bewertet und der Schüler verbringt die zwei Wochen in einer neunten Klasse. Wird dem Schüler allerdings unerwartet abgesagt, kümmert sich die Schule um einen Ersatzplatz.
Obwohl der nächste zehnte Jahrgang nicht mehr 12, sondern 13 Schuljahre absolvieren muss, wird das Praktikum weiterhin in der zehnten Klasse stattfinden. Es gibt jedoch Überlegungen, ein zusätzliches Praktikum in der elften Klasse einzuführen, das der Studienorientierung dienen soll.
