Garrel - „Wir haben hier hervorragende Bedingungen.“ Veronika Schönrock-Dang leitet die Kindertagesstätte St. Johannes an der Immenstraße und ist glücklich über viel Platz, helle Räume – und ein hervorragendes Team. In den drei Krippengruppen werden 45 Kinder unter drei Jahren betreut, in den zwei Kindergartengruppen sind es weitere jeweils 25 Kindergartenkinder. „Die Nachfrage ist groß“, schildert die Leiterin, „es stehen schon wieder Kinder auf der Warteliste.“ Weil die Nachfrage in der Gemeinde Garrel nach Krippenplätzen derart groß ist, hatte der Gemeinderat erst im Januar beschlossen, eine zusätzliche Krippengruppe an der St.-Johannes-Kindertagesstätte einzurichten.
Ausgebaut worden ist im Obergeschoss bislang nicht genutzter Raum für eine Gruppe. Über die Feuerleiter gibt es direkten Zugang zum Spielplatz – ebenso wie in der bereits bestehenden Gruppe im Obergeschoss. Zudem gibt es einen Abstellraum, einen Raum, in dem in Kleingruppen etwa Bücher vorgelesen werden können, und noch ein weiterer Raum steht zur Verfügung. „Traumhaft“, sagt Veronika Schönrock-Dang beim Rundgang.
Die Einrichtung der neuen Gruppe hat zu einigen Veränderungen im Haus geführt: So sind die beiden Kindergartengruppen nach oben gezogen, unten im Erdgeschoss befinden sich nun die Krippengruppen – die neue hat natürlich auch einen plattdeutschen Namen bekommen: „Uhlenhorst“.
Die übrigen Gruppen heißen „Dat Hummeldörp“ und „Dat Schneckenhus (Krippen), „Dat Müsennest“ oder „Dat Stoppelhopserdörp“ (Kindergartengruppen). Eine Kindergarten- und eine Krippengruppe sind als Ganztagsgruppe mit Betreuungszeiten von 7.30 bis 14 Uhr eingerichtet. Das Essen wird vom Seniorenzentrum geliefert.
Die neun Erzieherinnen in der Krippe, die vier im Kindergarten und Leiterin Schönrock-Dang verstehen sich als „Team mit Herz“, das Kindern wie Eltern mit Empathie und auf Augenhöhe begegnen möchte. „Wir versuchen, auf die Kinder einzugehen und ihnen zu geben, was sie brauchen“, sagt Veronika Schönrock-Dang.
Viele Projekte werden umgesetzt: So geht es derzeit in einer Gruppe um gesunde Ernährung, in einer anderen um die Frage, warum Früchte eine Schale haben. Gemeinsam werden in der katholischen Einrichtung die kirchlichen Feste gefeiert – auch wenn die Kita Kinder aus zehn verschiedenen Ländern und verschiedenen Religionen betreut. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Veronika Schönrock-Dang.
Bei aller Freude über Bestehendes, einen Wunsch hat sie. „Ein ausreichend großes Personalzimmer fehlt uns.“ Denn der Personalstamm ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen: von sechs zum Start vor fünf Jahren auf nunmehr 14. Der Spielplatz soll in nächster Zeit gemeinsam mit den Eltern angefasst werden: „etwas naturnaher“ soll er werden. Überdachungen und Bepflanzungen sind geplant. Die neue Krippengruppe bekommt sogar einen eigenen Spielplatz. Dann sind die Bedingungen noch besser.
