Wildeshausen - Freie Plätze gab es am Sonnabend im DRK-Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen keine mehr. „Mit 25 Teilnehmern ist unsere Schulung für Jung-Imker bestens besucht“, erklärte Uwe Endesfelder, erster Vorsitzender des Imkervereins Wildeshausen, der in der Einrichtung zur Schulung eingeladen hatte.

Aus Wildeshausen und Umgebung waren die Teilnehmer gekommen, um mehr über die Bienenzucht zu erfahren. „Eine Bienenhaltung ohne Schulung geht nicht, denn die Biene ist immer noch ein Wildtier. Da muss man schon genau wissen, wie mit den Tieren umgegangen werden muss, wenn am Ende auch eine Honigernte stattfinden soll“, erklärte Fachmann Harald Wulferding, der sich schon seit Jahren der Imkerei verschrieben hat.

Zehn Veranstaltungen umfasst das Kursangebot unter der Leitung von Martin Becker, zweiter Vorsitzender des Imkervereins. Harald Wulferding: „Die erste Veranstaltung geht über vier Stunden. Erste Grundkenntnisse werden vermittelt.“ Die Schulung dreht sich dabei um Themen wie Biologie der Honigbiene, Honigernte, Bienenkrankheiten, aber auch der Praxis der Bienenhaltung. Da ist auch die Rede von Spritzmitteln, Mono-Kulturen, ausgeräumter Natur, geschwächtem Immunsystem der Honigbienen und vom Rückgang der Insekten im Allgemeinen.

Die Zusammensetzung der Kursteilnehmer ist bunt gemischt. Auch vier Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren waren dabei. „Das ist schon eine gute Resonanz, die auch die Zukunft unseres Vereins sichert.“ Tendenziell erfahre die Imkerei in den vergangenen Jahren einen Aufschwung, ergänzte Endesfelder. Die Menschen seien für die Thematik sensibler geworden. Wenn von der Biene gesprochen werden, gehe es auch immer um den Naturschutz, sagte Endesfelder.

Rund 100 Mitglieder hat der Imkerverein aktuell. „Vor 20 Jahren waren wir noch 50. Das zeigt den Aufwärtstrend“, betonte Wulferding.

Am Sonnabend, 16. Februar, folgt der zweite Teil der Nachwuchsimker-Schulung. „Wer will und Interesse hat, kann auch dann noch ab 9 Uhr ins Mehrgenerationenhaus dazu stoßen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig“, erklärte der Vorsitzende abschließend.