Dass die Gemeinde Großenkneten in den 80er Jahren Lenchen Schmitt als Schulsekretärin eingestellt habe, sei ein echter „Glücksgriff“ gewesen, sagte Bürgermeister Volker Bernasko am Dienstag bei der Verabschiedung im Kreis von Kollegen und Familienangehörigen. 19 Jahre hat Lenchen Schmitt das Sekretariat der Graf-von-Zeppelin-Schule geleitet. Sie war Ansprechpartnerin für alle – für die Lehrer und die Hausmeister, für Besucher der Schule und die Gemeindeverwaltung – aber vor allen Dingen auch für die Schülerinnen und Schüler. Das wurde bei einem kleinen Sketch deutlich, den die Kolleginnen und Kollegen zum Besten gaben.
„Frau Schmitt, ich habe mich verletzt, kann ich ein Kühl-Pack haben!“ – Das wird die langjährige Sekretärin wohl viele hundert Mal im Laufe ihrer Tätigkeit so oder ähnlich gehört haben von den Jungen und Mädchen. „Lenchen, Lenchen, mach doch weiter. Du bist immer froh und heiter!“ sangen die Kollegen in ihrem Sketch. Doch das geht nicht mehr.
Ab dem 1. August 2010 beginnt für Lenchen Schmitt offiziell die Freizeitphase der Altersteilzeit. Seit fast 25 Jahren steht die Huntloserin in Diensten der Gemeinde Großenkneten. Wie Bürgermeister Volker Bernasko Revue passieren ließ, begann alles damit, dass die Gemeinde im November 1980 für Gymnasium und Grundschule in Großenkneten eine Schreibkraft als Krankheitsvertretung benötigte. Lenchen Schmitt wurde aus vier Bewerberinnen ausgewählt. Es blieb nicht bei der einen Krankheitsvertretung. Sie übernahm auch eine Schwangerschaftsvertretung. Am 1. April 1986 erhielt sie dann ihren ersten festen Vertrag als Schreibkraft für die Grundschulen Ahlhorn und Großenkneten. Und vor 19 Jahren übernahm sie das Sekretariat des Schulzentrums. Dort hatte sie immer alles fest im Griff. Drei Schulleiter hat Lenchen Schmitt in dieser Zeit erlebt. Rolf Beckemeyer war ebenso zur Verabschiedung gekommen, wie auch Jutta Klages. Der heutige Leiter der Graf-von-Zeppelin-Schule, Josef Kubiak, betonte besonders das Mitmenschliche, das er an Lenchen Schmitt schätze. „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ war ein Lied, dass Kolleginnen und Kollegen ebenfalls anstimmten. Dass Lenchen Schmitt auch in ihre dritte Lebenszeit „tatkräftig“ eintreten wird, zeigten sich wie Waltraud Grübel vom Personalrat der Schule wohl alle Anwesenden überzeugt. Da sind zum Beispiel die Enkelkinder, das Tennisspielen, das Walken und vor allen Dingen auch ihre neue Tätigkeit als Gästeführerin des Verkehrsvereins. „Vielleicht werden wir uns ja auch mal mit Schulklassen für eine Führung anmelden“, meinte Waltraud Grübel.
Ihr Abschlussfest feierte die Klasse 1b der Grundschule Großenkneten im Garten von Sandra und Wolfgang Böckmann. Bei diesem Fest wurde ein Insektenhotel gestaltet. Das Grundgerüst hatte Wolfgang Böckmann aus Abfallholz gebaut. Die Dachziegel spendete Familie Tröstrum. Die Kinder hatten Steine, Äste, Tannenzapfen mitgebracht, die dann gemeinsam eingebaut wurden. Dabei half auch Gerda Heinermann, pädagogische Mitarbeiterin der Schule. Ein besonderer Dank ging an die Klassenlehrerin Gabriele Welzel. „Sie hat die Klasse hervorragend und mit viel Einsatz geleitet. Alle Kinder hatten sie in ihr Herz geschlossen, aber leider wechselt sei zum nächsten Schuljahr an eine andere Schule“, bedauerte Wolfgang Böckmann, dessen Tochter Lene die Klasse besucht. Gabriele Welzel, gebürtige Huntloserin, war acht Jahre Konrektorin an der Grundschule Großenkneten. Sie unterrichtet nach den Sommerferien an der Wildeshauser Holbeinschule. Beim Abschlussforum der Grundschule am Dienstag wurde sie offiziell verabschiedet.
