Heidelberg - Langsam kommt der Bordstein näher. Der Sensor im Auto piept immer schneller. Fahrlehrer Jörg Barking blickt seinen Fahrschüler von der Seite an. Der versteht, tritt auf die Bremse. Sonst täte Barking es.
Jörg Barking ist einer von rund 20 000 aktiven Fahrlehrern in Deutschland. Wer den Job machen will, habe viel Verantwortung, sagt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Die Fachkräfte müssen ihre Schüler solide ausbilden. Neben Geduld und guten Nerven sollten sie das Fahren vorbildlich beherrschen. Führerscheine für Auto, Motorrad und Lkw sind Voraussetzung, ferner eine Berufsausbildung oder das Abitur sowie ein Mindestalter von 22 Jahren.
Ein Jahr lang dauert die Ausbildung zum Fahrlehrer für Pkw mit Anhänger. Die ersten fünf Monate verbringt man in einer der rund 70 staatlich anerkannten Ausbildungsstätten – für die Theorie und fahrpraktische Ausbildung. Nach das Prüfung folge das Praktikum in einer Ausbildungsfahrschule. Man fährt „mit“. Wer dann erfolgreich eine Lehrprobe abschließe, dürfe Fahrstunden geben. Insgesamt koste diese Ausbildung etwa 8000 Euro.
