Westerstede - Wer Grippe hat, der geht zum Arzt. Und wer Probleme mit seinen Kindern hat? Wer den Teenager außer Rand und Band nicht mehr in den Griff bekommt? Der geht zur Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern im Landkreis Ammerland. Und das immer öfter: 458 Termine sind im vergangenen Jahr mit der Einrichtung an der Lange Straße 15 in Westerstede vereinbart worden. 3399 sogenannte Beratungskontakte gab es insgesamt.

Die Probleme, mit denen die Menschen aus dem Landkreis Ammerland zur Beratungsstelle kommen, sind recht unterschiedlich. Familiäre Konflikte kommen ebenso aufs Tapet wie Beziehungs- und Erziehungsprobleme, Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern oder Schulschwierigkeiten bis hin zu Gewalterfahrungen. „Wir sind für viele eine Art Erstanlaufstelle. Ein Team von erfahrenen Diplom-Pädagoginnen und Diplom-Psychologen mit therapeutischer Zusatzausbildung hilft in intensiven Beratungsgesprächen, Lösungen für die angesprochenen Probleme zu entwickeln“, sagt Michael Schattanik. Der Diplom-Psychologe und -Soziologe ist seit 1988 Leiter der Beratungsstelle, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

Die Regeln bei der Beratung sind klar: Es gilt für alle Vorgänge und Gespräche absolute Schweigepflicht. Die Mitarbeiter bieten psychologische Diagnostik, Elternberatungen, Einzel- und Gruppenangebote sowie Familien, Ehe- und Partnerschaftsberatungen an. Vorträge und Elternabende gehören ebenso zum Angebot.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord