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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

PARTNERSCHAFT: Immer mehr Fernbeziehungen

08.04.2006

MAINZ Kommunikation ist über die Distanz alles. Experten empfehlen lange Wochenenden.

Von Carina Frey MAINZ - Sonntagabend fängt das Warten an. Warten auf einen Anruf, eine E-Mail und auf den nächsten Freitag. Denn Freitag kommt er oder sie endlich wieder aus dem fernen Arbeitsort, und dann ist für zwei Tage alles fast normal.

Fernbeziehungen sind Begleiterscheinungen einer Zeit, in der Unternehmen Mobilität einfordern. Schnell auf der Strecke bleiben kann dabei aber die Partnerschaft.

Rund jeder sechste Deutsche im erwerbsfähigen Alter lebt in einer „mobilen Lebensform“, ergab eine Studie der Universität Mainz. Das heißt etwa, dass der Partner an einem anderen Ort arbeitet und nur am Wochenende nach Hause kommt. Oder es gibt kein gemeinsames Zuhause und das Paar besucht sich gegenseitig. Die Zahl der Fern- und Wochenendbeziehungen hat stark zugenommen, erklärt Prof. Norbert Schneider, Leiter der Studie.

Der Wunsch, Job und Liebe zu vereinbaren, hinterlässt Spuren. Knapp jeder Dritte leidet unter den Anstrengungen der Pendelei, Zeitmangel und Stress, rund 20 Prozent der Pendler geben an, sich von ihren Partnern zu entfremden.

Damit eine Fernbeziehung klappt, müssen die Partner sie besonders pflegen. „Es gibt vier Säulen, die darüber entscheiden, ob ein Paar seine Beziehung als erfüllend oder belastend erlebt“, sagt der Theologe Peter Wendl, der an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu Fernbeziehungen forscht: „Emotionale Verbundenheit, Intimität, gelingende Kommunikation und eine erfüllende Sexualität.“ Bei einer Fernbeziehung blieben nur wenige gemeinsame Tage, um die „Liebe zu aktualisieren“. Um so wichtiger sei, dass die Kommunikation klappt.

Tägliches Telefonieren gehört nach Ansicht von Christine Koller dazu. „Lassen Sie den anderen so nah wie möglich an Ihr eigenes Leben herankommen“, rät die Buchautorin aus München. Es sei wichtig, auch von Erlebnissen im Büro zu erzählen, damit der andere am Alltag teil hat. Und wenn einen Partner etwas störe, müsse das auf den Tisch. Mindestens alle drei Wochen sollten sich die Liebenden sehen, schreibt die Autorin. Wendl rät, jede dritte bis vierte Woche ein verlängertes Wochenende einzuplanen. Von großer Bedeutung für die Liebe auf Distanz ist eine gemeinsame Perspektive. „Gut ist, einen Zeithorizont zu setzen, wann man zusammen ziehen will“, sagt Koller. Zwei bis drei Jahre halten Fernbeziehungen aus. „Dann ziehen die Partner zusammen oder die Beziehung scheitert“, erklärt Wendl.

Literatur: Peter Wendl: Gelingende Fern-Beziehung, 9,90 Euro; Christine Koller: Liebe auf Distanz, 8,90 Euro.

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