Wildeshausen - „Und jetzt einfach geradeaus laufen und anschließend die Tür öffnen“, sagt Rolf Quickert zu Theresa Huntemann, Schülerin der 10c an der Realschule Wildeshausen. Die Anweisung klingt einfach, ist sie aber nicht, denn Theresa trägt eine Rauschbrille, die einen Promillegehalt von 0,8 simuliert. „Damit werden die einfachsten Tätigkeiten zur Herausforderung“, erklärt Quickert. Das bestätigt sich auch am Fahrsimulator, den der Hauptkommissar für Verkehrssicherheit in der Mensa der Realschule aufgebaut hat.

An dem Simulator testen Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen mit und ohne Rauschbrille ihre Reaktionsfähigkeit, müssen Gas geben und rechtzeitig bremsen. Anschließend weist Quickert sie auf Gefahren hin und sagt ihnen, wer fahrtüchtig ist und wer nicht. Der Simulator ist aber nur ein Teil der Alkoholpräventionsveranstaltung, die jährlich an der Realschule stattfindet. „An zwei Tagen nehmen alle fünf zehnten Klassen an der Veranstaltung teil, inzwischen schon zum dritten Mal“, erklärt der Mobilitätsbeauftragte Christian Langfermann. Bevor es jedoch an den Simulator geht, wird den Schülern der Kurzfilm „Life Lines – Ein Film hilft Leben retten“ von ExxonMobil gezeigt.

Darin geht es um eine Clique, die exzessiv Alkohol und Drogen konsumiert. Anschließend fährt einer der Jugendlichen aus der Gruppe mit dem Auto und verunglückt tödlich. Im Anschluss an den Film diskutieren die Schüler über den Inhalt und die Auswirkungen des Drogen- und Alkoholkonsums, insbesondere im Straßenverkehr.

„Die Schüler nehmen auf jeden Fall etwas dabei mit“, erklärt Langfermann. Es sei, so betont er, immer ein Hallo-Wach-Erlebnis, wenn der Fahrsimulator zum Einsatz käme und die Schüler feststellten, dass sie die Situation nicht mehr unter Kontrolle haben.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft