Zwergschulen Zukunft unklar, NWZ vom 10. Mai 2012:
Der demografische Wandel macht vor Westerstede nicht halt, das ist mir klar, aber warum sollte eine kleine intakte Schule wie Gießelhorst schließen ? Hier lernen die Kinder unter bestmöglichen Rahmenbedingungen. In unseren kleinen Klassen sind die Fördermöglichkeiten sehr gut und alle Schüler werden optimal beschult!
In der Tierhaltung gehen wir von der Käfighaltung ab, weil es keine artgerechte Haltung ist! Warum sollen unsere Kinder in „ Käfigen“ (großen Klassen mit 28 und mehr Schülern) aufwachsen? Das kann doch nicht gut und richtig sein!
Dann spricht alle Welt von Inklusion, d.h. dass alle Kinder, auch mit Handicap die Möglichkeit haben, eine Regelschule zu besuchen. In Gießelhorst, wo durchschnittlich 15 Schüler pro Klasse sind, wird es schon in Teilen gelebt. Hier werden immer wieder auffällige Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet Westerstede von einem Förderlehrer erfolgreich beschult. Diese Kinder brauchen die kleinen Klassen und den kleinen Rahmen einer „ Zwergschule“, damit sie hier standfest werden und um dann später ab der 5. Klasse in größere Schulen gehen zu können.
Die Gießelhorster sind seit über 120 Jahren stolz auf ihre Schule, die nicht nur als Schule funktioniert, sondern auch für das ganze Dorf der kulturelle Mittelpunkt ist!
Alle Hüllsteder, Garnholter, Hellermoorer und Gießelhorster sind zuversichtlich, dass sie das 125-jährige Jubiläum der Gießelhorster Schule feiern können!
Ich fordere den Erhalt der Gießelhorster Grundschule.
Nicole van Hove, Gießelhorst
