Jever - Dicker Kloß im Hals und belegte Stimme: Manchem Abgänger der Elisa-Kauffeld-Oberschule fällt der Abschied von der Schule doch schwer. Das zeigte sich am Freitag bei der Entlassungsfeier im Schützenhof. Die Schülerinnen und Schüler hatten mit Foto- und Film-Präsentationen, Aschenputtel-Sketch, einer „Bildungsreise“ und Gereimtem auf die Lehrer ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Moderiert wurde die Feier von den Lehrern Kirsten Stratmann und Holger Schulz, die Showtalent bewiesen, für Musik sorgte der Ehemalige Tom-Oliver Thomssen.

Auch für Schulleiter Wolfgang Niemann-Fuhlbohm war es die letzte Abschlussfeier: Er wird kommende Woche in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Rede griff er Aussagen von „Dichtern und Denkern“ über die Jugend auf: Als frech, ungezogen und zügellos, heruntergekommen und ungehorsam, unerträglich, rücksichtslos und altklug haben Philosophen schon vor 2000 Jahren die Jugend beschrieben. „Das Ende der Welt ist nahe“, klagte bereits ein unbekannter Schreiber in einer Keilschrift aus Ur, zitierte Niemann-Fuhlbohm.

„Ihr wollt die Welt für Euch entdecken, wollt anders sein als eure Eltern und Spaß haben – das ist ganz normal“, gab der Schulleiter seinen ehemaligen Schülern mit auf den Weg. Er wünschte ihnen, dass sie ihre Ziele verfolgen, ihren Weg finden, sich durchbeißen und Konflikte bewältigen. „Und ich wünsche mir, dass Ihr rückblickend sagen könnt, dass Euch die Schule Spaß gemacht hat.“

Niemann-Fuhlbohm zitierte auch die Namensgeberin der Oberschule, die im Mai 2012 verstorbene Elisa Kauffeld: „Wenn Du den Frieden willst, musst Du den Frieden vorbereiten“ – „macht das Beste daraus“, sagt Niemann-Fuhlbohm.

Schülervertreter Malte Stehn von der 10aR blickte in seiner Rede auf die vergangenen Jahre zurück: „In sechs Jahren kann sich die Welt verändern und auch wir haben uns verändert“, meinte er. Er dankte Lehrern, Eltern und Mitschülern für die schöne und ereignisreiche Schulzeit.

Elternvertreter Rainer Frerichs gab den Schulabgängern mit auf den Weg: „Wenn Ihr Euren Weg gefunden habt, geht ihn konsequent – und habt den Mut zu träumen.“ In Richtung Landkreis als Schulträger und Schulbehörde kündigte er an, dass der Schulelternrat auch in Zukunft kritisch beobachten werde, wie mit der Schule verfahren wird.