Fortbildung kostet oft Geld. Es stehen aber in vielen Fällen auch Fördermittel bereit.
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Berlin -
Weiterbildung – das klingt gut. Doch wie das Ganze finanzieren? Wer ein Fernstudium oder einen Fernlehrgang über mehrere Monate macht, muss schnell ein paar Tausend Euro allein für Studiengebühren und Lehrmaterialien zahlen. „Häufig kommen dann noch Fahrt- und Übernachtungskosten dazu“, sagt Christina Engel von der Stiftung Warentest.
Doch Erwerbstätige müssen die Kosten nicht immer alleine tragen. Es gibt Fördermöglichkeiten. Der einfachste Weg ist wohl, den Chef um Unterstützung zu bitten, erklärt die Karriereberaterin Svenja Hofert. Weiterbildung sei ja im Interesse der Firma.
Häufig winken auch finanzielle Hilfen vom Staat. Hier einige bundesweite Fördertöpfe im Überblick: Bildungsprämie: Angestellte und Selbstständige, die mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten, können die Bildungsprämie beantragen. Der Staat zahlt einen Zuschuss von 50 Prozent zu allen Weiterbildungen – maximal allerdings 500 Euro. Details erfahren Erwerbstätige unter der kostenlosen Hotline 0800/262 30 00.
Bildungsgutschein: Angebot für Arbeitslose. Hier trägt der Staat 100 Prozent der Kosten für eine Weiterbildung. Eventuell übernimmt er sogar Fahrt- und Übernachtungskosten, erklärt Felix Magin vom Jobcenter in München. Infos gibt es bei der Arbeitsagentur am Wohnort.
WeGebAu: Die Abkürzung steht für Weiterbildung gering qualifizierter und älterer Arbeitnehmer. Auch hier übernimmt der Staat 100 Prozent der Kosten. Dazu kann ein Lohnzuschuss kommen. Den Antrag können Geringqualifizierte stellen, die seit vier Jahren nicht mehr in ihrem ursprünglichen Beruf arbeiten, sowie alle Arbeitnehmer, die in Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern tätig sind. Ansprechpartner ist die Arbeitsagentur vor Ort. Meister-Bafög: Der Staat gewährt ein Darlehen. Maximal sind das beim Meister-Bafög 10 226 Euro. Davon gibt der Staat 30,3 Prozent als Zuschuss dazu. Ansprechpartner sind die Bafögämter vor Ort.
Aufstiegsstipendium: Diese Option ist interessant für Personen, die ihre Ausbildung sehr gut abgeschlossen haben und ein Studium anstreben. Ansprechpartner ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Für Weiterbildungen gibt es das „Weiterbildungsstipendium“ bei der gleichen Adresse.
Wer zu viel verdient oder zu alt ist, geht bei den bundesweiten Fördertöpfen jedoch häufig leer aus. „Dann sollten die Förderprogramme der Länder genau geprüft werden“, rät Hofert. Und: Weiterbildungskosten können oft von der Steuer abgesetzt werden.