Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

INITIATIVE „Nicht immer nach jemandem schreien“

GANDERKESEE ES IST PAUSE IN DER GRUNDSCHULE AN DER DÜRERSTRAßE IN GANDERKESEE. GENAU DIE ZEIT ALSO

Noch vor den Sommerferien soll das Projekt abgeschlossen werden. Die jetzige „Sand- und Matschwüste“ erstrahlt dann als grüne Rasenfläche in neuem Glanz, hofft Lucht. Die Gemeinde Ganderkesee schließt zwar – nicht nur in diesem Fall – eine finanzielle Lücke, ohne den freiwilligen Arbeitseinsatz der Eltern ist es aber nicht umzusetzen. „Die Zeiten, in denen wir als Schule zur Gemeinde gingen und sagten ’Macht mal’ sind unwiderruflich vorbei“, nennt Lucht einen Grund für das verstärkte Engagement von Eltern. Gleichwohl unterstreicht er, dass an den meisten anderen Schulen ähnliche Entwicklungen festzustellen seien und zwar auf vielfältige Art und Weise.

Doch nicht nur der Geldmangel der Schulträger sei dafür ausschlaggebend. Viele Eltern treibe auch purer Idealismus. Sie investierten nicht nur Zeit, sondern auch ihr Wissen, ihr „Know-how“, wie es der Schulleiter formuliert.

Obendrein erkennten die Eltern, dass bestimmte Dinge von der Schule und den Lehrern nicht zu leisten sind, so Lucht. So begleiten „Führ-Mütter“ in den kleinen Pausen die Kinder vom Schwimmunterricht zur Schule zurück, wenn die Lehrer im Anschluss noch eine weitere Stunde unterrichten.

Auch im pädagogischen Bereich helfen Eltern: Weil der Förderunterricht nicht im entsprechenden Umfang angeboten werden kann, gibt es „Lese-Mütter/Väter“. Sie arbeiten in kleinen Gruppen an den Schwächen der Kinder. Alles in Absprache mit den Lehrern und alles unentgeltlich: „Wir sind ja keine verlässliche Grundschule.“

Ernst Lucht würde dieser Entwicklung wohl eine Eins geben

: „Solange die Eltern nicht meckern, sondern das als Aufgabe sehen, ist das eine prima Sache.“ Die Verantwortung für die Schulen sei nun auf mehrere Schultern verteilt. „Man muss ja nicht immer nach jemandem schreien, wenn man Probleme hat. Besser ist es doch, sie selbst anzupacken und zu lösen.“ Und so wird der Fußball bald auch nicht mehr in der Pfütze landen, sondern auf gepflegtem Rasen rollen.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme
„Sylt oben links nicht rechts“, steht auf einem Plakat, das eine Frau bei einer Mahnwache am Sonntag auf Sylt in der Hand hält. In Niedersachsen sind dem LKA 28 Fälle von Umdichtungen bekannt.

RECHTSEXTREME GESÄNGE ZU PARTY-HIT Auf Grölen von Parolen können Freiheitsstrafen folgen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Stein vom Herzen gefallen: Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga und Schatzmeisterin Ute Specht haben für den Verein zig Stunden mit Bilanzen und Paragrafen verbracht.

KICKERS-EMDEN-GMBH „Wir sind nicht das Man City von Emden“ – So geht es jetzt weiter beim Regionalligisten

Lars Möller
Emden