Lemwerder - Es ist meist ein gutes Zeichen, wenn Eltern einer Einladung einer Schule nicht folgen. Dann haben sie meist nichts an der Arbeit der Lehrkräfte auszusetzen. Ganze drei Elternvertreter waren am Dienstag in die Grundschule Mitte in Lemwerder gekommen, um sich über das Ergebnis der Schulinspektion unterrichten zu lassen.
Sie konnten mit der Gewissheit nach Hause gehen, dass der Eindruck nicht trügt und ihre Kinder in dieser Schule gut aufgehoben sind.
Am Anfang der Inspektion stand eine Selbsteinschätzung des Kollegiums, wusste Schulleiterin Angela Waechter zu berichten.
VIer Felder vorgegeben
Neben vier vorgegebenen Aufgabenfelder aus dem Themen „Schulentwicklung steuern“, „Bildungsangebot gestalten“, „Kooperation entwickeln“ und „Ergebnisse und Erfolge beachten“ durften die Lemwerderaner noch zwei weitere aussuchen.
Das erste betraf die Schulleitung und ihr Umgehen mit der Entwicklung der Organisationsstrukturen und der Abläufe, das zweite die Förderung des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens der Kinder – ein Schwerpunkt im Alltag der Grundschule Mitte.
Und in fast allen Bereichen wurde von den beiden Inspektoren des Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) bestätigt, was in der Schule schon gelebt wird: Ein harmonisches Miteinander in Wertschätzung, eine gute interne Zusammenarbeit, eine weitere Entwicklung der Leitziele der Schule.
Im Rahmen der Inspektion wurden nicht nur die Lehrkräfte befragt, sondern auch Eltern und Schüler. Und augenscheinlich wichen die Einschätzungen von der in der Schule geleisteten Arbeit nur unwesentlich voneinander ab.
Als Positives nahmen Angela Waechter und ihre Kollegen mit, dass die Inspektoren nicht kritisierten, sondern ihnen positive Hilfestellungen gaben, Ideen mit ihnen entwickelten, wie Arbeitsabläufe, Zusammenarbeit, Lehrpläne und der Schulalltag noch optimiert werden kann. „Damit konnte ich etwas anfangen“, erklärte Lehrerin Brigitte Ansorge zufrieden und ist fest gewillt, diese Vorschläge zu beherzigen.
Nachholbedarf ist an der Grundschule Mitte vor allem im Bereich Evaluierung – Auflistung von Maßnahmen einer Institution und ihr Umgang damit – ermittelt worden. „Wir haben vieles aus den Aufgabenfeldern schon gemacht, haben dies aber noch nicht dokumentiert“, erläutert Angela Waechter.
Für sie und ihr Team heißt dies zukünftig, zum Beispiel Handlungen und Ziele schriftlich zu fixieren, um nach einer Zeit zu überprüfen, ob sie gehalten oder verbessert wurden. Das gilt sowohl für die Unterrichtsplanung, den Umgang miteinander, die Kommunikation als auch für die Arbeit mit den Kindern. Dieser Bereich ist an der Schule besonders ausgeprägt und nach der Einschätzung der Inspektoren auf einem hohen Niveau.
Qualität halten
An der Grundschule Mitte ist jetzt erst einmal wieder der Alltag eingekehrt. Kein Grund aber, sich zurückzulehnen. Die Qualität halten und sogar noch verbessern, das hat sich das Kollegium zum Ziel gesetzt. Die Motivation ist vorhanden. Dann werden auch künftig die Eltern nichts zu klagen haben.
