Rastede - Sechs Schülerfirmen gibt es an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede. Wie in einem richtigen Betrieb werden dort unterschiedliche Produkte hergestellt und verkauft oder Dienstleistungen angeboten.
Für die Arbeit der Schülerfirmen interessieren sich auch Oberschüler aus Oldenburg-Osternburg sowie Schüler aus Bulgarien und Polen. Im Zuge des EU-Projektes „Win² – Wirtschaftsunterricht international und handlungsorientiert gestalten“ waren sie am Dienstag zu Besuch in Rastede.
Das Projekt läuft bis September 2017, erzählt Projektleiterin Sandra Hänke vom Institut für ökonomische Bildung in Oldenburg. Ziel sei es, an den jeweiligen Schulen in Bulgarien und Polen sowie an der Oberschule in Osternburg Schülerfirmen zu gründen.
Verflixt und zugenäht
Jeweils zwölf Schüler und insgesamt zehn Lehrer informierten sich über die Arbeit der Schülerfirmen „Holz und mehr“, „Verflixt und zugenäht“, „Sofa-Team“, „Fruchtinsel“, „Colourful Office“ und „Wiederverkäufer“. Zunächst sahen sie in der Neuen Aula einen Image-Film, dann besuchten sie die Schülerfirmen.
Die stellvertretende Schulleiterin Susanne Windels berichtete, dass es die Schülerfirmen bereits seit Mai 2007 an der KGS gebe. Damals sei ein Kooperationsvertrag zwischen dem Institut für ökonomische Bildung, der Universität Oldenburg und der KGS geschlossen worden. Ziel sei es, die Unterrichtspraxis mit einer wissenschaftlichen Begleitung zu verknüpfen.
Heiko Henken, Fachbereichsleiter Technik und Wirtschaft an der KGS, erläuterte, dass die Schülerfirmen Teil des Profilfaches in den Jahrgängen 6 bis 10 seien, das im Haupt- und Realschulzweig angeboten wird. Schulformübergreifend werde dort in unterschiedlichen Bereichen unterrichtet.
Wraps und Brötchen
Die Schülerfirma „Holz und mehr“ hat zum Beispiel Sitzbänke für eine Grundschule produziert, das „Sofa-Team“ besucht Menschen im Alten- und Pflegeheim und beschäftigt sich mit ihnen, und die „Fruchtinsel“ verkauft Wraps, belegte Brötchen und bietet einen Partyservice an.
