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Es ist Sommerpause im Internet-Café im Wiefelsteder Jugendhaus, wo auch Senioren am Computer geschult werden. Ein Gespräch über den Fortgang mit dem Mitinitiator Hans-Jochen Pech.
Von Claus Stölting
Frage:
Herr Pech, zurzeit ist für die Senioren Sommerpause im Internet-Café, Anfang Oktober sollen die Schulungen weitergehen. Macht die Arbeit am Computer noch Spaß?
Pech:
Auf jeden Fall. Im Internet-Café hat sich mittlerweile ein fester Stamm von 14 Senioren gebildet, die regelmäßig an den Schulungen teilnehmen.
Frage:
Alle Teilnehmer waren anfangs ja gänzlich unbeleckt, was die Arbeit am Computer angeht. Das hat sich wohl geändert?
Pech:
Ja. Wenn auch nicht alle Senioren gleich schnell sind: Einige kommunizieren bereits per E-Mail. Ich übrigens auch. Das gibt mir auch im Internet-Café die Möglichkeit, beispielsweise mit einem meiner Söhne im US-Bundesstaat Florida zu kommunizieren. Das ist ja auch der Sinn hinter der Initiative, auch für Senioren ein Internet-Café anzubieten: Es geht letztlich um Kommunikation.
Frage:
Sie haben zu Hause einen Computer . . .
Pech:
. . . aber keinen Internet-Anschluss. Noch nicht. Meine Frau hat mir allerdings zu meinem 85. Geburtstag das richtige Geschenk gemacht: Ich werde nämlich in diesen Tagen einen solchen Anschluss bekommen.
Frage:
Wirklich? Ein Internet-Anschluss als Geburtstagsgeschenk?
Pech:
Ja, toll, was? Das wird mir die Arbeit in der Senioren-Union und im Kirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde wirklich erleichtern. Und der Kontakt zu den Söhnen und den Enkeln, die alle weiter weg wohnen, wird dadurch viel leichter.
Frage:
Das muss Jugendpfleger Carsten Eikers ja freuen: Er schult die Senioren im Jugendhaus . . .
Pech:
. . . ich denke schon, dass ihn das freut. Er macht das auch ganz toll – und behält die Ruhe, wenn es mal bei uns nicht ganz so fix geht.
Frage:
Sie sagten, ein fester Stamm von 14 Senioren nimmt an den Schulungen im Internet-Café teil. Von welcher Altersgruppe sprechen wir?
Pech:
Der Jüngste bei uns ist 70, die älteste 91. Und sechs aus der Gruppe haben sich bereits einen Computer für Zuhause angeschafft. Unsere 91-jährige Teilnehmerin übrigens auch.