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Die Böseler Schule ist auf dem Weg zum Qualitätsmanagement. Schulleiter Herbert Bley im NWZ -Gespräch über Hintergründe und Ursachen der Leistungen.
Von Thomas Haselier
Frage:
Herr Bley, die Haupt- und Realschule Bösel hat am Dienstag das Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ erhalten. Für Ihre erfolgsverwöhnte Schule eine Auszeichnung von vielen?
bley:
Gott bewahre! Das hat uns sehr gefreut und uns in unserer Arbeit bestätigt, die ja nicht erst seit kurzem darauf ausgerichtet ist, dass Lehren und Lernen wieder Spaß macht.
Frage:
Die besonderen Leistungen der
Haupt- und Realschule sind längst bis nach Hannover gedrungen, wo sie stets viel Lob bekommt. Worin liegt eigentlich das Außergewöhnliche Ihrer Schule, das sie von vielen anderen Hauptschulen, die oft Problemschulen sind, unterscheidet?
bley:
Es ist immer schwierig, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Ich glaube aber sagen zu können, dass wir hier einen sehr hohen Identifikationsgrad haben. Unsere Kollegen sind so engagiert, dass sie sich selbst in den Ferien, also außerhalb ihrer Arbeitszeit, an Schulprojekten beteiligen und sie vorbereiten. Das schafft nicht nur Vertrauen bei den Eltern, das nötigt natürlich auch den Schülerinnen und Schülern Respekt ab, die sich ihrerseits für die Schule engagieren.
Frage:
Also nicht die übliche Lehrer-Schüler-Beziehung mit den bekannten Gegensätzen?
bley:
Auch wenn es bei uns diszipliniert zugeht, ist es doch so, dass wir die weitaus meisten Schülerinnen und Schüler über Vernunft erreichen. Sie sind sehr motiviert, was auch an der hohen Teilnahme an zahlreichen freiwilligen Arbeitsgruppen abzulesen ist, die die Schule anbietet. Auch die gut laufenden Schülerfirmen wie „Pausenschmaus“ und „Holz und Beton“ sind weiteres Indiz dafür, dass sich auch die Schüler hier wohlfühlen.
Frage:
Letztlich entscheidend bleiben aber die Leistungen, die für den späteren Beruf qualifizieren . . .
Bley:
. . . ohne Zweifel. Genau das ist ja auch das Ergebnis, für das die Böseler Haupt- und Realschule als eine von drei Schulen im Landkreis ausgezeichnet wurde. Man kann davon ausgehen – und das liegt ja auch nahe –, dass motivierte Schülerinnen und Schüler einfach bessere Chancen beim Einstieg ins Berufsleben haben. Darauf zielen alle unsere Bemühungen ab – wie man sieht, mit einigem Erfolg. Das macht uns Mut, auf diesem Weg weiterzumachen. Nächstes Ziel ist das Qualitätsmanagement, wobei wir da einen Riesenschritt weitergekommen sind. Ich glaube, die Böseler Eltern schicken ihre Kinder gerne zu uns.