JEDDELOH I - Wie verbunden und verflochten die Grundschule Jeddeloh im Gemeindeleben ist, wurde schon bei der Begrüßung von Schulleiterin Karin Schütte-Siemers deutlich. Die Aufzählung der Ehrengäste, die am Freitagnachmittag zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Einrichtung gekommen waren, nahm kaum ein Ende. Mit einem bunten Programm feierten die Schüler und Lehrer mit ihren Gästen das Jubiläum. Dabei führten die jungen Sängerinnen und Sänger auch musikalisch durch die vergangenen fünf Jahrzehnte, hatten altes Liedgut ausgewählt, dieses teilweise aber sehr modern aufbereitet.

Gleich das Begrüßungslied der Klassen 3 und 4 „Unsre Schule hat keine Segel“ griff Karin Schütte-Siemers in ihrer Begrüßung auf: „Wir sind alle wie auf einem Schiff. Ab und zu legen wir an: Im Sommer gehen unsere Viertklässler von Bord und die Schulanfänger steigen zu“. Dass es in de Schule – wie auf hoher See – durchaus auf und ab gehe, gehöre dazu. Die Grundschule Jeddeloh sei und bleibe aber eine „standhafte Institution für Jeddeloh I, Jeddeloh II und Klein Scharrel“.

Drei Wünsche hatte Edewechts stellvertretende Bürgermeisterin Christa Haskamp mitgebracht: „Ich wünsche allen, dass die Schule immer ein Ort der Begegnung ist. Den Lehrern wünsche ich, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut klappt und sie den Kindern die nötige Bildung vermitteln. Und euch Kindern wünsche ich, dass diese Schule immer ein Stück Heimat ist.“

Regierungsschuldirektor Manfred Jansen, der „vor 50 Jahren in Augustfehn zur Schule gegangen“ ist, blickte auf ein halbes Jahrhundert zurück, „in dem sich schulisch viel geändert hat“. Er rief dazu auf, gerade in Zeiten des demografischen Wandels in die Bildung zu investieren: „Wenn die Bevölkerungszahl sinkt, geht auch die Zahl der Menschen zurück, die ihr Wissen einbringen können. Umso wichtiger ist Schule.“ Durch Qualität müsse das ersetzt werden, was an Quantität verloren gehe.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)