Bösel - „Ich finde es super, dass die Meinung von uns Schülern von Interesse ist“, sagt Viktoria aus der Klasse 8RA. Ihre Realschulklasse der Oberschule Bösel nimmt an der NWZ -Aktion „Schüler wählen“ teil. Im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl soll so ein Stimmungsbild unter den Jugendlichen erzeugt werden.

Eine Schülerin habe ihn auf diese Aktion aufmerksam gemacht, erzählt Politiklehrer Stefan Willmer. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen und habe Herrn Willmer gefragt, ob wird dort mitmachen können“, sagt Mareike. Der Pädagoge befand die Idee sofort für gut. „Wir haben Wahlen und Parteien bereits in der siebten Klasse intensiv behandelt, daher mussten wir die Themen nur kurz auffrischen“, so Willmer. „Sie wissen auch, dass die Bildungspolitik von den Ländern bestimmt wird, daher ist für die Schüler eine Landtagswahl natürlich besonders interessant“, sagt Willmer. Auch die anderen Schülerinnen und Schüler sind begeistert: „Wir haben dadurch jetzt ein Vorwissen für später, wie eine Wahl abläuft“, freut sich Jonas.

Politiklehrer Willmer merkt, dass seine Schüler die Wahl ernst nehmen. „Sie merken, dass es keine Spaß-Veranstaltung ist. Sie lernen, dass eine Stimmabgabe Auswirkungen darauf hat, wie sich der Landtag zusammensetzt und wie ihre Interessen vertreten werden“, so Willmer.

Ein heiß diskutiertes Thema unter den 13- bis 15-jährigen Schülern ist das Wahlalter. Bei der Frage, ob man bereits mit 16 Jahren auf Landes- oder Bundesebene wählen sollen dürfte, gehen die Meinungen auseinander. „Ich würde es gut finden, wenn die Jugendlichen auch mitbestimmen dürften“, sagt Kim. „Ich finde das auch gut, viele Wissen in dem Alter schon bescheid. Ich gucke auch jeden Tag Nachrichten“, pflichtet ihr Lukas bei. Klassenkamerad Timo sieht das anders: „Ich finde nicht, dass man mit 16 schon wählen sollte, da hat man noch keine gute eigene Meinung.“

Fast die Hälfte der Klasse versucht bereits, sich über die Medien eine Meinung zu bilden. Acht Schüler gaben an, täglich Nachrichten zu sehen oder zu lesen.