Strücklingen/Thailand - Nach der bestandenen Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machten wir uns auf in unser Abenteuer Thailand, geleitet von Abenteuerlust und dem Engagement etwas Gutes tun zu können.
Schon während der Ausbildung kam großes Interesse bei uns beiden auf, uns im Ausland sozial engagieren zu wollen. Nach einigem Überlegen entstand schnell ein guter Draht zum Verein „Thai Care“ und der Vorsitzenden Anne Rieken, Realschullehrerin aus Friesoythe. „Thai Care“ setzt sich für verschiedene Projekte in Thailand ein, sorgt für die Vermittlung von Patenschaften und Freiwilligen, wie wir es sind, und kümmert sich um die finanzielle Unterstützung der verschiedenen Projekte.
Herzlich empfangen
Ende Juni ging die Reise für uns los, wobei unser erstes Ziel Chiang Mai hieß. Nachdem der erste Klima- und Kulturschock überwunden war, erhielten wir einen einwöchigen Sprachkursus, um uns zukünftig im Projekt verständigen zu können. Schließlich spricht hier niemand wirklich Englisch.
Außerdem wurden wir für unseren Aufenthalt in der Schule ein wenig vorbereitet und bekamen erste Eindrücke von Bevölkerung, Verhalten und Unterricht/Schule vermittelt. So konnten wir uns ein gutes Bild von dem machen, was uns erwarten wird.
Nach einer vierstündigen, abenteuerlichen Fahrt durch die Berge im Norden Thailands, kamen wir dann endlich beim Projekt an. Sofort wurden wir von Schülern und Lehrern herzlich empfangen. Die anfängliche Nervosität konnten wir so schnell ablegen, da wir uns von Anfang an wohl fühlten. Das liegt auch vor allem an der Mentalität der Thais, die sehr offen und warmherzig sind und stets ein Lächeln im Gesicht haben.
Nun war es Zeit, die Schule und vor allem unser Zimmer kennen zu lernen. Wir übernachten sehr spartanisch auf einer dünnen Matte, haben eine Kelle zum Duschen und eine in den Boden eingelassene Toilette. Das Leben ist hier sehr einfach gestrickt.
Mittlerweile sind wir seit acht Wochen an der Schule von Ban Thung Yao. Dabei unterrichten wir Englisch in Baw 1 bis 6, den sogenannten Klassen. Die Kinder sind sechs bis 13 Jahre alt.
Jeden Tag ein Lächeln
Nachdem wir uns auf die jeweiligen Fähigkeiten der verschiedenen Klassen eingestellt haben, funktioniert der Englischunterricht verhältnismäßig sehr gut, wobei wir nur sehr wenig Unterrichtsmaterialien zur Verfügung haben. Durch das Einsetzten von Liedern und Spielen versuchen wir den Unterricht für die Kinder möglichst ansprechend zu gestalten. Wir sind froh über jedes englische Wort, was die Kinder von uns aufnehmen.
Nach dem Unterricht haben wir die Möglichkeit, Zeit mit den Kindern zu verbringen, mit ihnen Schwimmen zu gehen, Fußball zu spielen oder Ketten zu basteln. Auch wenn das Leben hier sehr einfach ist, die Kinder sind sehr zufrieden, haben jeden Tag ein Lächeln für uns über und genießen es, die Zeit mit uns zu verbringen. Wir bekommen sehr viel von dem was wir geben von den Kindern zurück.
Skorpione und Termiten im Zimmer, Verständigungsprobleme, manchmal kein Wasser und kein Strom. Jeden Tag gibt es für uns etwas Neues zu bewältigen. Jedoch stehen wir gemeinsam mit dem Verein „Thai Care“, der uns durch Anne Rieken tatkräftig unterstützt, voll hinter unserem Engagement in Thailand. Bei all den Schwierigkeiten bereuen wir keinen Tag, den wir hier verbringen.
Wir werden nach den drei Monaten Aufenthalt im Projekt viele positive und wertvolle Erfahrungen mitnehmen können. Darüber sind wir sehr froh und vor allem dankbar.
Weihnachten am Strand
Für uns geht die Reise nach der Volunteerarbeit im Projekt noch weiter. Wir werden unter anderem nach Laos und Kambodscha reisen sowie auch den Süden Thailands erkunden und dort vermutlich Weihnachten am Strand verbringen.
Ein spannendes halbes Jahr, welches wir wahrscheinlich niemals vergessen werden und von dem wir eine Menge an Lebenserfahrungen gewinnen können.
