Moorriem - Ziel des niedersächsischen Kultusministeriums sei es, die Jahrgangsgemischte Eingangsstufe landesweit zu etablieren, sagt die Lehrerin Freya Rosan. Dieses Modell sei an der Grundschule Moorriem schon vor zwei Jahren erfolgreich gestartet. Mittlerweile sei man Hospitationsschule für alle, die sich mit dem Thema befassten.

Freya Rosan befürwortet die Jahrgangsgemischte Eingangsstufe. Alle schulpflichtigen Kinder würden eingeschult. Durch den Verzicht auf die Zurückstellung vom Schulbesuch und den Unterricht in den jahrgangsgemischten Lerngruppen sei eine individuelle Förderung der Mädchen und Jungen unabdingbar, vor allem aber sehr gut umzusetzen. Zum einen sei der Unterricht mit hohen Anforderungen an die qualifizierten Lehrkräfte verbunden. Zum anderen seien die Kinder angehalten, ihren Mitschülern zu helfen. Und das würde zu einem harmonischen Miteinander beitragen.

Nach den Worten der Lehrerin dauert der Besuch der Jahrgangsgemischten Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Danach würden die Schüler in die dritte Klasse wechseln. Kinder, die mehr Zeit benötigten, könnten noch ein weiteres Jahr in ihrem vertrauten Umfeld verweilen und würden erst danach aufrücken.

Wie das Beispiel an der Grundschule Moorriem veranschaulicht, werden die neuen Schulkinder in eine bestehende Gruppe aufgenommen. Die älteren Mädchen und Jungen unterstützen dabei die jungen Mitschüler. In Moorriem hat jeder Einschüler mindestens einen Paten, der ihn an die Hand nimmt und bei vielen Fragen unterstützt, so dass sie sich an der Schule schneller und besser zurecht finden können. Das Konzept wirke sich auf vielerlei Weise positiv aus.

Die Ziele, die jedes Kind erreichen sollte, sind festgelegt, wie das niedersächsische Kultusministerium schreibt. Jeder Schüler führt ein Wochenheft, in dem Aufgaben notiert werden. Das Heft wird sowohl von der Lehrerin als auch von den Eltern kontrolliert. Hausaufgaben sind und bleiben eine wichtige Ergänzung zum täglichen Unterricht, heißt es. In Moorriem sind alle auf einem guten Weg.