Jever - Die Beruflichen Gymnasien an den Berufsbildenden Schulen Jever sind beliebt; und sie sind attraktiv, weil sie Schülerinnen und Schülern ermöglichen, unterschiedliche Schwerpunkte gemäß ihrer Neigungen und Interessen zu setzen – deshalb gibt es die Beruflichen Gymnasien mit den Profilen Ökotrophologie, Sozialpädagogik und Wirtschaft.

„Wir werden leider immer wieder damit konfrontiert, dass falsche Vorstellungen und damit verbunden falsche Aussagen bezüglich der Beruflichen Gymnasien und der dort zu erlangenden ,Allgemeinen Hochschulreife‘ vorhanden sind“, sagt jedoch Andrea Cornelius, Koordinatorin Berufliche Gymnasien in Jever. „Wir sind der Meinung, man sollte den jungen Menschen ein breit gefächertes Angebot unterbreiten, damit sie sich gemäß ihrer Interessen weiter bilden können. Die beruflichen Gymnasien mit ihren Profilfächern tragen dazu nicht unerheblich bei“, betont sie.

Wichtig: Alle Beruflichen Gymnasien vergeben die Allgemeine Hochschulreife. Es gibt keine Einschränkungen im anschließenden Berufs- und/oder Studienwahlangebot. Heißt: Abi ist Abi – egal ob man es am Beruflichen Gymnasium mit Schwerpunkt Wirtschaft oder am Mariengymnasium bestanden hat.

Im Schuljahr 2020/21 startet an den BBS Jever ein neuer Gymnasialzweig: das Berufliche Gymnasium Technik mit dem Schwerpunkt Informationstechnik.

Die Entwicklung technischer Systeme und Produkte sowie Softwareentwicklung sind im Rahmen des digitalen Wandels und der sich damit verändernden Berufswelt eine stetig wachsende Aufgabe. „Ein Berufliches Gymnasium mit diesem Schwerpunkt einzurichten, ist somit eine logische zeitgemäße Konsequenz und nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden technischen und personellen Ausstattung der Schule möglich“, sagt Andrea Cornelius. Anmeldungen zum neuen Gymnasialzweig sind bereits möglich. „Und die Nachfrage ist groß – das haben die letzten beiden Beratungstage gezeigt.“

Eine weitere große Veränderung gibt es zum kommenden Schuljahr im Beruflichen Gymnasium Sozialpädagogik: Dort wird künftig durch ein zusätzliches Praktikum nicht nur das Abitur, sondern auch ein Berufsabschluss vergeben: Staatlich geprüfte Sozialpädagogische Assistentin/Assistent. „Diese Doppelqualifizierung ist nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels im Sozialen interessant, sondern ermöglicht zudem einen vertieften Eindruck ins Berufsfeld“, ist Cornelius überzeugt.