JEVER - JEVER - Armut grenzt aus. Das haben 44 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrganges der Berufsbildenden Schulen Jever des Leistungskurses Pädagogik-Psychologie in einem Projekt zum Thema „Armut in Deutschland“ festgestellt.
Die Ergebnisse des Projektes sind bis zum 5. November in einer Ausstellung in der Pausenhalle zu sehen.
Der Fokus der Schüler lag besonders auf der Kinderarmut. Hier wird auch die Ausgrenzung deutlich: So schildern die Schüler in einem Comic, was passiert, wenn das Geld für die Klassenfahrt fehlt. Die Präsentation umfasst Statistiken, Texte, Grafiken und Fotos sowie eigene Zeichnungen der Schüler.
Die Idee zu der Ausstellung hatten die Lehrerinnen Andrea Cornelius und Maike Valentien. Nachdem sie einen Bericht der Arbeiterwohlfahrt gelesen hatten, demzufolge jedes siebte Kind in Deutschland von Armut betroffen ist, wollten sie ihren Schülern das Thema näher bringen.
Von den Jugendlichen wurde die Idee begeistert angenommen. Daraufhin beschäftigten sie sich im Unterricht mit Schwerpunkt-Themen wie „Armut und Bildung“, sowie „Armut und Sozialisation“.
Auch der Besucher kann sich in die Ausstellung einbringen, indem er zum Beispiel anhand eines Zuordnungsspiels seine Kenntnisse über das Thema „Arbeitslosengeld II“ überprüft. „Viele Schüler waren überrascht, wie wenig Geld die Erwerbslosen letztendlich erhalten“, sagte Andrea Cornelius.
In den anderen Klassen der Schule wurden Broschüren verteilt, die es den Schülern ermöglichen, bis zum Ende der Ausstellung Ideen und Vorschläge bei der Informationstafel in der Pausenhalle abzugeben. Dort hängt ein Kasten mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Armut“ aus, der auch den Besuchern von außerhalb zur Verfügung steht. Denn die Ausstellung richtet sich nicht nur an die BBs-Schüler.
Ein bis zwei der verantwortlichen Schüler sollen immer für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind auch Kurzvorträge von Abiturientinnen und Abiturienten in anderen Klassen der BBS Jever, um noch einmal genauer auf das Thema einzugehen. Ziel ist es, Mitschüler und Lehrer zu erreichen und das Thema für sie interessant zu machen.
„Gerade für Grund-, aber auch für andere Schulen bietet die Ausstellung die Möglichkeit, sich über die Armut in Deutschland zu informieren, da sie durch viele Bilder leicht zu verstehen und übersichtlich gestaltet ist“, betont Maike Valentien.
Auch künftig seien an der Schule Projekte geplant, die nicht nur den 13. Jahrgang, sondern auch andere Schüler dazu bewegen sollen, aktive Hilfe gegen Kinderarmut zu leisten.
