JEVER - Die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) will ihre dezentralen ehrenamtlichen Strukturen und Bildungsangebote im ländlichen Raum stärken. Es sei wichtig, dass auch in den kleineren Orten des Landkreises Friesland Vorträge und Seminare der LEB angeboten werden, betonte der Leiter der LEB-Region Weser-Ems, Friedrich Reuter, in der Jahreshauptversammlung der Kreisarbeitsgemeinschaft Friesland im Schützenhof in Jever. Gleichzeitig dankte Reuter den LEB-Vertretern in Friesland für ihr Engagement.
Die ehrenamtliche LEB-Geschäftsführerin Sigrid Uphoff, die in der Versammlung die erkrankte 1. Vorsitzende Marianne Oetken vertrat, verwies in ihrem Jahresbericht unter anderem auf zwei Computerkurse für Anfänger, die im Februar in der Sander Grundschule gestartet sind. Die Kurse seien so gut besucht, dass die LEB bereits über eine Fortsetzung des Angebots nachdenke. Ein Erfolg sei auch die Tagesfahrt mit 44 Teilnehmern zum Strohmuseum in Twistringen und ins Goldenstedter Moor gewesen. Die Fahrt habe unter dem Leitmotto der LEB „Dorf – Heimat – Strukturwandel auf dem Land“ gestanden.
Auch in den Jahreshauptversammlungen der LEB darf die Weiterbildung nicht zu kurz kommen. Nach den Regularien hielt die LEB-Mitarbeiterin Dorothee Rottmann-Heuer aus Hameln einen Vortrag zum Thema „Krankenpflege im häuslichen Bereich“. In unserer Gesellschaft werde mehr gepflegt denn je, betonte sie. Die Motive für die Übernahme einer Pflege seien vielfältig und reichten von Liebe und Zuneigung über Glaubensüberzeugungen bis zur Hoffnung auf ein Erbe oder finanzielle Vorteile.
Gerade pflegende Angehörige seien oft großen Belastungen durch die Veränderung der eigenen Lebensplanung, durch Schuldgefühle und Probleme mit anderen Familienmitgliedern ausgesetzt. Dorothee Rottmann-Heuer riet deshalb allen Pflegepersonen, auch selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen, sich in Kursen weiterzubilden, Rechtsfragen zu klären und auch für die eigene Entlastung durch externe Hilfs- und Pflegeangebote zu sorgen.
